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Kapitel 2:
Wiedertreffen alter Freunde
Basti lebte sich die ersten 3 Tage an Bord ein und half immer fleißig mit. Seit gut 10 Jahren fühlte er sich zum ersten Mal wieder frei und gut, die Crew behandelte ihn wie ein Familienmitglied, wie ein Bruder. Auch er behandelte alle so gut er konnte, es gab nur einen kleinen Zwischenfall mit Andre. Basti fand ein Messer auf dem Deck und wollte es wegräumen, Andre dachte, er wollte es ihm klauen. Nach einer lautstarken Auseinandersetzung mischte sich Udo ein und klärte es. Basti ging ihm aus dem Weg um weiteren Ärger zu vermeiden, er wollte nicht wieder das einzige zerstören was ihm gut tat, so wie früher. Eine Woche nach dem Vorfall passierte ihm etwas so unerwartetes, woran er nicht mal im Traum dachte. Es war ein sonniger und wolkenlos Tag, Basti lag allein auf dem Deck im Schatten des Hauptmasts, als er Schritte hörte. Er öffnete die Augen und schaute direkt in Mishas Augen, sie beugte sich über ihn und grinste ihn leicht an. "Kann ich mal kurz mit dir reden?" – "Ob du es kannst, weiß ich nicht, aber du darfst" erwidert er grinsend und richtete sich auf und lehnte sich gegen Mast. "Also es geht um das Schwert und die Brandwunde auf deinen Rücken, was hat das zu bedeuten?" Basti schloss die Augen als würde ihn ein unergründlichen Schmerz durchziehen und als er die Augen wieder öffnete waren sie wieder getrübt von Müdigkeit und Traurigkeit. Er schaute sie eine Weile an und sagte dann sehr leise "Das ist weder der richtige Augenblick noch der richtige Ort um darüber zu reden. Und außerdem weiß ich nicht, ob ich dafür schon bereit bin. Tut mir leid, aber nicht jetzt" sagte er und in seinem Gesicht spiegelten sich Schmerzen, die unergründlich waren. "Okay, schon gut, tut mir Leid, wenn ich was Altes aufgewühlt habe" sagte sie und richtete sich auf. "Passt schon" flüsterte er und versank in seinen Gedanken. Als er wieder zu sich kam war es bereits dunkel. Basti suchte kurz nach der Ursache, warum er aus seinen Gedanken gerissen wurde. Kurze Zeit später sah er Anni und Anne auf ihn zu kommen. Er atmete tief ein und aus, stand auf und schaute sie an. Beide Mädchen blieben vor ihm stehen und schauten ihn an, als ob er ein Mörder wäre. "Hast du dich nie gefragt, warum wir dich hier eingesperrt haben und dich mitnahmen?" fragte Anne in scharfen Ton. Jetzt, wo sie es sagte, fragte sich Basti das auch. "Und warum habt ihr es gemacht?" fragte er bissig und ließ seine Hand auf den Schwertgriff sinken. "Nun, wir sind auf dem Weg auf eine Insel, von der man sagt, dass der größte Schatz der Welt dort versteckt sei, aber nur ein Auserwählter könnte ihn finden. Nun schaut euch diese Karte an" sagte Anni und reichte ihm eine Karte einer Insel. Er studierte sie genau und erkannte links an der Ecke ein Totenkopf, der dem seines Schwertes und dem Brandmal sehr ähnelte. "Das ist unmöglich" flüsterte Basti. "Ist es nicht so, dass dein Vater ein großer Pirat war und versteckte dort den Schatz vor genau 17 Jahren" – "Nein, mein Vater ist 2 Tage vor meiner Geburt gestorben und meine Mutter warf mich im Alter von 12 Jahren aus ihrem Haus, weil…" doch Misha unterbrach ihn. Erst jetzt fiel ihm auf, dass die ganze Mannschaft um ihn herum stand. "… Weil sie wusste, dass dein Vater sie wegen dem Schatz verlassen hat und sie es nicht ertragen konnte dir ins Gesicht zu schauen, da du ihm wie aus dem Gesicht geschnitten bist" – "Falsch, sondern weil sie mich gehasst hat, ich war nie der Sohn, den man sich wünschte…" – "Da du mit 12 Jahren schon zum Mörder wurdest genau wie dein Vater" beendete Sibi die Diskussion. Basti schaute sie alle verwirrt und durcheinander an "Woher wisst ihr das alles?" stotterte er leicht. Doch bevor die anderen antworten konnten gab es einen starken Ruck und sie verloren alle das Gleichgewicht und fielen auf den Boden. Basti rappelte sich schnell auf und sah wie ein anderes Boot sie enterte. Ohne groß nachzudenken sprang er auf und zog sein Schwert aus der Scheide und rief den anderen zu: "Rennt in euren Kabinen und holt eure Waffen, ich halte sie auf." Die anderen rannten sofort los in ihre Kabinen, als Sibi als letzte das Deck verließ, schloss er die Luge. Basti rollte schnell 4 Fässer auf die Luke, so dass sie verdeckt war. Er rannte auf die rechte Schiffshälfte, die ersten Enterhacken krallten sich in die Reling rein. Basti sah wie ein paar Piraten dort rüber kletterten. Er schnitt die Seile durch und 3 Feinde stürzten in das Meer. er sah noch rechtzeitig wie ein Pirat das Gewehr ansetzte und schon sprang er hinter einen der Masten, die Schüsse ließen das Holz splittern und durchzurrten die kalte Seeluft. Basti hörte, wie die ersten Piraten das Schiff betraten, er blieb einen Moment stehen, als der erste Feind direkt am ihm vorbei rannte. Als der Zweite gerade vorbei wollte, riss er sein Schwert herum und durchschnitt ihm die Kehle. Der Leiche riss es die Beine weg und flog auf den Boden. Als der Pirat sich rumdrehte, der als erstes vorrannte, endete auch schon sein Leben. Das Schwert von Basti durchbohrte seine Lunge und flog blitzschnell wieder raus. Er war in seinen Element, dafür war er geboren fürs Kämpfen, fürs Sterben und fürs Töten. Als er sich umdrehte schlug ein Pirat nach ihm mit einen langen Krummsäbel aus, Basti hielt sein Schwert zum parieren schräg gegen das seines Feindes. Die Klingen trafen unter einem lauten Klirren aufeinander. Mit einem Ruck stieß er den Krummsäbel weg und schlitze ihn mit einen schnellen Hieb den Oberschenkel auf. Der Pirat ließ seinen Säbel fallen und sprang gegen Basti, die beiden flogen gegen die Fässer, die die Luke abdeckten. Sein Schwert flog im hohen Boden und blieb im Holz des Deckes stecken. Basti zog den Piraten zu Boden und setzte sich auf ihn und schlug ihm mehrmals hart ins Gesicht, die Luke ging auf und die anderen stürmten raus, doch bevor sie etwas machen konnten waren sie von 30 Mann, die mit Gewehren auf sie zielten, umzingelt. Noch immer schlug Basti auf den Piraten ein, dieser war aber schon lange tot. Udo zog Basti von der Leiche herunter, dieser ging zu seinem Schwert stellte sich vor die anderen und rief: "Los kämpft ihr feigen Schweine!" – "Seit wann setz DU dich für andere ein?" fragte ein Mann in einem langen, schwarzen Mantel, mittellanges schwarzes und gelocktes Haar und war komplett in Schwarz gekleidet. Er war ungefähr 1.80 groß. Er drängte sich vor und betrachtete Basti, die beiden schauten sich eine Weile an, dann sagte Basti: "Ich setzte mich für nichts und niemanden ein. Ich will nur lieber im Kampf sterben, wie du genau weißt." – "Stimmt, du hattest nie Freunde, für die du sterben würdest" erwiderte der andere. "Jetzt sag deinen Männern, sie sollen ihre Waffen runter nehmen" sagte Basti knapp. Der Mann lachte höhnisch auf "Warum? Warum sollte ich? Du hast 6 meiner Männer getötet, 3 ersoffen, 2 mit dem Schwert nieder gemetzelt und den anderen tot geprügelt" zählte er auf "Und was hätten sie getan, wenn ich nichts gemacht hätte? Mir eine Tasse Tee angeboten?" erwiderte Basti sarkastisch, nun lachte der andere lauter und meinte nur: "Du hast deinen schwarzen Humor nicht verloren, dieser ist fast so schwarz wie deine Seele. Männer, Waffen runter und räumt die Leichen weg. Basti, komm her, alter Junge, lass dich in den Arm nehmen." Die beiden Männer umarmten sich "Wie geht es dir, Alex? Komm wir trinken einen Schluck Met. Falls mein Kapitän nichts dagegen hat?" fügte er fragend zu Anne hinzu. Diese nickte nur und rief die Mädchen zu sich "Wir werden ein Essen kochen, was für uns alle reichen sollte. Nur müssten die werten Herren uns ihr Proviant geben, damit wir was kochen können" richtete sie sich an Alex. Der nickte nur und ging mit seinen Männer auf sein Schiff und sie fingen an Proviant für ein gutes Abendessen zu holen, während dessen zog Anne Basti bei Seite. "Was sollte die Aktion von vorhin, warum hast du uns eingesperrt?" fragte sie und schaute ihn durch dringlich an. "Ich kämpfe nicht mit Frauen an meiner Seite" erwiderte er knapp, was auch die halbe Wahrheit war. Er wollte nicht, dass sie verletzt wurden, aber das behielt er für sich. "Ach ja? Wir hätten gewinnen können!" – "Das war nicht nötig. Alex ist ein alter Freund von mir und ich kann ihm vertrauen, mehr als euch anscheinend" fügte er bissig hinzu. Er wollte eigentlich nicht auf das Gespräch zurück kommen. "Das von vorhin tut uns wirklich Leid, aber wir wussten nicht, wie du reagierst und wollten unbedingt den Schatz…" – "Ja, natürlich, ihr seid wie alle Menschen. Gold, Silber und Juwelen sind das wichtigste für euch, aber nur weil für euch Freundschaft und Liebe selbstverständlich sind. Und nun entschuldigt mich, ich muss Alex und seine Männer helfen", antwortete er und ließ sie alleine. Anne ging sofort runter in die Küche zurück, während Basti seinen alten Freund half das Essen rüber zu tragen. Als alles drüber war halfen Alex seine Männern beim Kochen und Tisch decken, wobei sie bestimmt mehr an den Mädchen interessiert waren als an dem anderem. Basti und sein Freund saßen draußen im kühlen Abend und unterhielten sich über die Vergangenheit. "Und wo willst du hin?", fragte Basti ihn. "Zurück in die alte Heimat und dort die Schätze abladen und dann wieder auf Plünderer-Tour. Wie sieht’s aus? Kommst du mit? Wir beide zusammen Seite an Seite. Alle würden uns fürchten." Sie schauten sich einander lange an. Ich könnte mit ihm gehen, doch er hat sich noch nie so wohl gefühlt wie auf diesen Schiff, obwohl sie ihn verraten wollten und benutzen um an einen Schatz ran zukommen. "Ich bleibe hier. Tut mir leid, aber ich glaube hier wird es mir besser gehen als bei dir an der Seite. Sicher, wir beide würden die Meere unsicher machen, aber mir würde etwas fehlen, verstehst du?", sagte Basti und schaute ihn an. Alex nickte nur und stand auf, eines der Mädchen rief, dass das Essen fertig sei. Beide erhoben sich und gingen unter Deck. Der Tisch ächzte unter der Last der Töpfe und anderen Speisen. Die Crew von Alex und die anderen saßen schon am Tisch, als Basti und Alex eintraten und sich setzen fingen alle an zu Essen. Die beiden Freunde tranken reichlich Met, doch Basti ging früh wieder auf Deck, er legte sich auf das Deck und schaute die Sterne an. Er hörte nicht, dass Misha sich zu ihm legte. Erst als sie ihren Kopf auf sein Brust legte merkte er, dass er nicht mehr alleine war. Er schaute sie kurz an und schaute dann wieder zum Himmel und legte ein Arm um sie und streichelte ihr durchs Haar. Er wusste nicht wie lange sie da lagen, doch später kamen die Männer von Alex und er selbst, er schaute Basti an und sagte "Wir sehen uns wieder, alter Freund, vergiss mich nicht. Hat gut getan dich wieder zu sehen." Und mit diesen Worten gingen sie auf ihr Schiff und fuhren davon. Misha und Basti schliefen so auf dem Deck ein. Als sie am nächsten Morgen erwachten, kamen die ersten Sonnenstrahlen über die Meeresoberfläche. Sie schaute ihn erst verträumt an und riss dann ihre Augen weit auf, dann sprang sie auf und schrie "Was soll das?" – "Ich lag gestern Nacht hier und du hast dich so dazu gelegt …" begann Basti, doch Misha unterbrach ihn. "Ich war betrunken und du hast es ausgenutzt!" – "So und nicht anders war es", flüsterte er und die Ironie in seinen Worten war zu deutlich. Ihr Gesicht färbte sich leicht rot und sie ging unter Deck. Ein wenig verwirrt schaute Basti ihr nach. Auch später am Tag beachtete sie ihn nicht und tat so als wäre er Luft, er machte nur seine Arbeit und seine Laune verschlechterte sich leicht. Am Abend bekam Basti mit, dass sich Misha mit ihrer Schwester darüber unterhielt. Er wollte davon nichts mit bekommen, denn am Schluss hieße es noch er hätte sie belauscht. 3 Tage vergingen so und Basti bereute es langsam sich draußen hingelegt zu haben und das er nicht mit Alex mitgegangen war. Gerade als er sich vornahm mit ihr darüber zu reden rief Anni "Land in Sicht!" und alle stürmten vor um die Insel zu sehen. Und ganz in der Ferne erhob sich eine Insel mit einem riesengroßen Berg in der Mitte, der die Form eines Schädels hatte. Basti schielte leicht auf den Knauf seines Schwertes und sah, dass auch die beiden Gebilde sich sehr ähnelten. Als sie keine 1000 Meter entfernt waren umschloss sie ein dichter Nebel, der es ihnen unmöglich machte zu wissen, wo Felsen und wo begehbares Land waren. "Was sollen wir tun, Anne?", riefen Udo und Anni gleichzeitig. "Wir müssen rauskriegen, wo das Land anfängt", schrie sie zurück. Basti dachte kurz nach und da kam ihm eine Idee. Er rannte runter in die Waffenkammer und holte sich Pfeil und Bogen, zündete die Pfeile an und schoss sie in den Nebel voraus. "Was machst du da?" schrieen ihn Misha und Sibi an. Er deutete nur in die Richtung, in die er geschossen hatte, und dort sah man einen schwachen Feuerschein. "Dort ist Land, sonst würde es nicht brennen und wenn ihr mich fragt sollten wir ganz schnell Anker lichten lassen." Anne nickte kurz und rief: "Anker lichten, bringt das verdammte Schiff zum stehen!" Udo und Andre befolgten den Befehl sofort, das Schiff blieb stehen und nur ein Rauschen war zu hören. Sie verharrten so 5 Stunden, erst dann lichtete sich der Nebel wieder und als sie sahen, wo sie waren, stellten sie fest, dass nur knappe 50 Meter gefehlt haben und sie wären an den Klippen zerschellt. Es klopfte an Bastis Kabinen Tür, doch dieser blieb regungslos im Bett liegen und antworte nicht. Es klopfte ein weiteres Mal und nun hörte er Mishas Stimme "Ich weiß, dass du da drin bist. Bitte mach auf." sagen. Lustlos rappelte er sich auf und öffnete die Tür. Sein Zimmer bestand aus einem Bett, einem Schrank, einem Wassereimer und einem Schreibtisch mit Stuhl. Sie trat herein. "Setz dich", sagte er und deutete mit der Hand auf Bett und Stuhl, Misha setzte sich auf den Stuhl und wartete, bis er fertig war eine Rumflasche aus dem Schrank zu stöbern. Basti öffnete die Flasche und nahm erst mal einen großen Schluck. "Also was gibt’s so wichtiges zu reden?" – "Es geht um die letzten Tage und vorhin. Ich wollte mich bloß dafür entschuldigen, dass ich mich so blöd dir gegenüber verhalten habe und …" Doch er würgte sie mit einer Handbewegung ab. "Passt schon, ist schon okay." Sie starrte ihn ungläubig an. "Und du bist nicht sauer auf mich oder böse?", fragte sie unsicher nach. "Ja ich bin dir nicht sauer oder böse, ist schon okay." Misha strahlte ihn an und umarmte ihn. "Danke, weil ich dich nicht als Freund verlieren will." Und mit diesen Worten stürmte sie aus dem Raum. Basti starrte ihr verwirrt nach und fragte sich, ob sie wieder besoffen war. Er ließ sich wieder ins Bett fallen, doch wenige Minuten später klopfte es wieder. Diesmal hörte er Annes Stimme. "Wir legen gleich an, willst du mit aufs Land kommen?" Sofort sprang Basti auf und ging aus seiner Kabine raus. Als er sich vorne an die Reling stellte sah er eine Insel, der Strand war rund 50 Meter breit und der Sand war schneeweiß, nach ihm folgte dichter Dschungel und aus der Mitte des Urwaldes ragte der Schädel aus Puren Fels. Die Anker waren bereits gelichtet und Misha, Anni, Anne und Udo saßen bereits im Ruderboot, Andre und Sibi blieben auf dem Schiff. Basti stieg in das Ruderboot und sie fuhren auf die Insel zu.
_________________ "Und als wir dann im Bette lagen Da nahm das Schicksal seinen Lauf Und ich biß dir die Kehle auf " "Leichenlager! Willkommen in der Ewigkeit"
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