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 Betreff des Beitrags: Die verlorene Stadt
BeitragVerfasst: Fr 21. Aug 2009, 05:51 
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Kapitel 1:

Das Abenteuer beginnt

Sonnenstrahlen durchdrangen schwächlich das mit Ruß und Staub bedeckte Fenster, der schäbige Raum einer Taverne erhellte sich langsam. Ein dreibeiniger Stuhl lag rücklings auf dem Boden, Rumflaschen, die überall im Raum verstreut lagen, machten es fast unmöglich den Raum zu begehen ohne hinzufallen. Auf einem Holzbett, was mit Stroh ausgelegt war, lag ein junger Mann, nicht älter als 19 oder 20 Jahre, er lag da noch komplett angekleidet in einen langen schwarzen Mantel und schwarzen T-Shirt, Hose und Handschuhen, die bei den Fingerspitzen abgeschnitten waren. Um sein schmales Gesicht fielen lange gewellte Haare bis zum Ende des Brustkorbes, seine Stiefel waren achtlos gegen den Schrank, der halb offen stand, geworfen; durch den Spalt konnte man ein langes Einhänder Schwert sehen, das Stück, was man von Griff sehen konnte, war reichlich verziert und verschlungen, am oberen Knauf war ein Totenschädel und in den Augen glühten 2 rote Rubine. Ein lautes Grunzen und ein lautes Stöhnen ließ vernehmen, dass der Mann aufwachte, unter großen ächzen richtete er sich auf und setzte sich an den Bettrand. Er legte seinen Kopf in die Hände und gähnte lautstark, dann richtete er sich auf und in seinem Gesicht spiegelte sich die pure Traurigkeit und Müdigkeit, seine braunen Augen waren leer und seine Gesichtszüge schlaff. Er schleppte sich schwer zum Wassereimer; auf halbem Weg trat er auf eine der Rumflaschen und fiel rücklings nach vorne, ohne auch nur den Versuch zu starten sich ab zu fangen, knallte er hart mit dem Gesicht auf den Boden. Eine Weile blieb er regungslos liegen, er schmeckte warmes Blut auf seinen Lippen, dann rappelte er sich auf und schlenderte weiter zu dem Wassereimer. Lustlos ließ er sich davor auf die Knie und schaute sich im Spiegelbild des Wassers an, er schloss die Augen und atmete einmal tief ein und aus. Mit einem Ruck steckte er seinen Kopf in das Wasser, er spürte, wie die Kälte den Kater und den Rest Müdigkeit aus ihm trieb. Als er wieder auftauchte zog er sich das Oberteil aus und fing an sich zu waschen, sein Oberkörper zählte zahlreiche Narben und ein Brandmal in der Mitte des Rückens. Es sah aus wie ein Kreuz, das sich mit einem Schwert kreuzte, auch dieses Schwert hatte als Knauf einen Totenkopf. Als der Mann fertig war mit dem Waschen, zog er sich wieder an und ging nun zu seinen Stiefeln am Schrank, lustlos ließ er sich auf den Boden sinken und zog sie sich an. Als er sich erhob raschelte etwas am Fenster, schnell fuhr der Mann herum, griff während der Drehung nach seinem Schwert und sah am Fenster ein Umhang rascheln. Mit einem schnellen Sprint erreichte er das Fenster ohne über die Flaschen zu stolpern und öffnete das Fenster. Als er raus schaute, trat ihm jemand ins Gesicht und rannte danach fort, der Mann geriet ins Schwanken und trat erneut auf eine Rumflasche, diese glitt unter seinen Füßen weg und wieder lag er rücklings auf den Boden, unter lauten Klirren landete sein Schwert neben ihm. Er fluchte laut und rappelte sich auf und stieg aus dem Fenster, auf dem Vordach schaute er raus auf den Hafen, überall liefen leichte Mädchen und Seemänner rum, doch von dem Mann war weit und breit keine Spur. Enttäuscht ging er wieder ins Zimmer und schob sein Schwert in die Scheide, band es sich um die Hüfte und ging runter in die Schänke, welche ein großer Raum war und in dem überall verteilt runde Tische standen und gegenüber der Tür war der Tresen. Der Wirt war ein dicker Mann von stattlichen 1.65 Meter Größe, seine Tochter, eine nicht minder dicke Frau, bediente die Gäste. Der Mann in den schwarzen Kleidern betrat den Raum und warf dem Wirt 4 Silberstücke auf die Theke und verließ die Taverne. Die Straßen waren voll von Pennern, Seeleuten und anderen niederen Volk. Grob stieß er einen Jungen beiseite und ging weiter Richtung Meer. Als er die Schiffe erreichte merkte er, dass jemand an seinen Mantel griff, schnell packte er mit der linken Hand um den Arm des Diebes und holte mit der Rechten aus und schlug ihn ins Gesicht. Er sah einen recht muskulösen Mann, dieser holte ebenfalls zum schlag aus, rechtzeitig bückte sich der andere weg und schaffte es hinter dem Bären von Mann zu kommen und zog sein Schwert aus der Scheide. "Du willst das also mit Waffen regeln?" zischte der Mann und zog eine Axt aus seinen Gürtel und stürmte auf ihn los. Er hieb mit der Axt schräg von links oben nach recht unten, der Mann in den Mantel versuchte mit einem schnellen Schritt nach hinten auszuweichen, doch die Axt erwischte ihn trotzdem an der Wange und ein langer roter Streifen tauchte langsam auf. Die Wunde war nicht tief, doch er hatte keine Zeit nach zuschauen, denn sofort folgte ein weiterer Hieb, diesmal schlug er mit dem Schwert unten gegen den Stiel der Axt. Ein Klirren ließ darauf schließen, dass in dem Holz noch Metal drin ist. Der Mann mit der Axt war so erschrocken über die Wucht des Schlages, dass er 2 Schritte nach hinten taumelte, sofort hieb der Mann mit dem Schwert nach und verpasste ihn eine Wunde am Bein. Dieser rannte weg, der andere folgte ihm auf ein Schiff und dort auf das Unterdeck. Er blickte sich um; nirgends war der andere zu sehen, als sich auf einmal eine Tür links von ihm öffnete, sofort schnellte er herum und ging in Kampfposition, ein junger Kerl, kaum älter als 18, schwang sich von den Stützbalken herunter und stieß ihm beide Beine in den Rücken. Mit einem gewaltigen Ruck flog er in die Kammer und noch bevor er sich umdrehen konnte schloss jemand die Tür hinter ihm zu, er saß in der Falle. Er wusste nicht wie lange er dort gefangen war, doch der Hunger und der Durst nagten am ihm. Die einsame Lampe, die von der Decke runterbaumelte, war schon längst erloschen und sonst gab es nix in den Raum, nach ein paar Tagen öffnete sich die Tür und 2 Mädchen traten ein. Sie waren ungefähr gleich groß, das eine Mädchen hatte blonde Haare und grüne Augen, die neben ihr hatte schwarzes Haar und dunkelbraune Augen. Sofort sprang er auf und zog sein Schwert, doch wollte er sie nicht angreifen, denn er hatte sich geschworen nie eine Frau zu verletzen. "Steck das Ding weg" sagte die Blondhaarige. Die Mädchen schauten ihn beide unbeeindruckt an und gingen auf ihn zu, beide hatten Besen in der Hand. Sie hatten kunstvolle Kleider an, die ihre gut gebauten Figuren gut zur Geltung brachten. "Sie hat Recht. Steck es weg oder du stichst noch jemanden das Auge aus!" mahnte ihn die Schwarzhaarige, er ließ es sinken, legte es aber nicht weg. "Was wollt ihr von mir?" fragte er mit schwacher Stimme. "Eigentlich wollten wir dir Brot und Wasser bringen, aber du willst ja anscheinend nicht" erwiderte wieder das schwarzhaarige Mädchen und schaute ihn voller Hohn an. Er schaute die beiden an, gewiss hatte er Hunger und vor allem Durst, aber er wollte sich nichts anmerken lassen; sie sollten keine Schwäche bei ihm finden. "Wer seit ihr und warum haltet ihr mich gefangen?" fragte er laut um seinen knurrenden Magen zu übertönen. "Das ist Sibi; meine Zwillingsschwester; und ich bin Misha" beantwortete wieder das schwarzhaarige Mädchen. "Zwillinge?" er lachte kurz auf, es klang freudlos und eher nach einen Bellen eines Straßenhundes "Wenn ihr Zwillinge seit, esse ich eure Besen" höhnte er jetzt. Und schon holte Misha mit den Besen aus und haute ihn ihm voll ins Gesicht. "Ich dachte, du wolltest ihn essen, wenn wir Zwillinge sind?" fragte sie nun sarkastisch. Er lag auf den Boden und hielt sich die Lippe, die stark blutete, als sie sah, dass sich seine Hand rot färbten lächelte sie und flüsterte "Der Schmerz ist schön, nicht wahr? Und nun verrate uns wie du heißt" forderte sie "Oder willst du noch eine mit dem Besen?" fügte Sibi lächelnd hinzu und schlug ihn hart mit den Besenstiel auf den Kopf. "Alle nennen mich Basti, aber ich weiß nicht, ob ich wirklich so heiße, aber ich weiß, was auf euren Grabstein stehen wird nämlich nichts, da ich eure Leichen verbrennen werde" zischte er. Die beiden lachten schallend auf und schauten ihn an, ihre Gesichter gefroren plötzlich zu Eis, als er mit dem Schwert auf sie zustürmte. Bloß einen kleinen Schrecken einjagen, nicht verletzen, dachte Basti sich immer wieder und hieb nach Sibi aus, er verfehlte sie mit Absicht und drehte sich auf der eigenen Achse und schlug nach Misha aus und schnitt ihren Besen sauber in der Mitte durch. Noch bevor die 2 Schwestern etwas machen konnten schloss er die Tür hinter ihnen zu und sie hörten das Schloss knacken, jetzt waren sie eingesperrt. Er ging schnell den schmalen Gang des Unterdeckes entlang, links kamen im 2 Meter abstand immer Türen die in Kabinen einmündeten und rechts war die Außenwand des Schiffes. Als er das Ende des Ganges erreichte ging nach links eine Treppe auf das Deck, ich hätte mir eine als Geisel mitnehmen sollen, dachte Basti und öffnete die Luge und stellte sich mitten auf das Deck. Er schaute sich um, er war auf offener See man konnte weit und breit kein Land sehen, die schwarzen Segel ließen ihn vermuten, dass er auf einem Piratenschiff war. Na klasse, genau das habe ich gebraucht, dachte Basti und wollte aufbrechen um den Kapitän suchen, denn er musste keine 3 Schritte laufen als auch schon 2 Männer und eine Frau auf ihn zukamen. Immer noch mit gezogen Schwert fing er an auf die 3 Personen los zu stürmen. Als er den halben Weg hinter sich hatte, erkannte er den muskulösen Mann mit seiner Axt vom Hafen wieder, links von ihm war ein etwas kleinerer Mann, doch auch er hatte eine recht robuste Statur. Er trug ein kurzes Schwert, rechts von ihm lief ein Mädchen mit langen schwarzen Haaren bis unter die Schultern, auch sie war schlank gebaut und hatte braune Augen und trug einen langen Speer. Wenn will ich im Kampf sterben und nicht in Gefangenschaft und Folter, ging es Basti immer wieder durch den Kopf und er sah, wie sich das Mädchen aus der Reihe löste und voraus rannte. Sie hob den Speer um damit zuzustoßen, während dessen weichte der robust wirkende Mann weit nach rechts ab um von dort aus besser von der Seite angreifen zu können und der muskulöse Stürmte von der linken Seite heran. Die kesseln mich doch tatsächlich ein, fluchte Basti in seinen Gedanken, normalerweise würde er auf das schwächste Mitglied gehen, doch da er keine Frauen angriff, musste er sich was andere überlegen und zwar schnell. Ein Wassereimer stand vor ihm und da kam ihn auch schon die Idee: er kippte mit den Fuß den Eimer um und stieß ihn mit einem Tritt nach vorne. Im selben Moment ging er in die Hocke, drückte sein Schwert gegen die linke Seite, dann drehte er sich und Schlug nach rechts aus. Sein Plan ging auf: das Mädchen war so überrascht, dass sie über den Eimer stolperte und hinfiel und sein Schwertstreich schnitt dem robusten Mann die Unterarme auf. Vor Schmerzen schrie er auf und ließ sein kurzes Schwert fallen, mit einen Sprung nach vorne schaffte er es dem Axtschlag auszuweichen. Er stand nun vor dem Mädchen was noch immer am Boden lag, mit den Fuß warf er den Speer in die Luft und fing ihn mit der linken Hand. Grad als er mit dem Speer zustoßen wollte, schlang sich eine Kette um seinen Hals und zog ihn nach hinten. Der Speer fiel klirrend zu Boden, doch sein Schwert hielt er weiter in der Hand. Er fiel schwer zu Boden und im selben Moment hockte der muskulöse Mann auf ihm und schlug ihm hart ins Gesicht. Da er seine Knie auf Bastis Armen hatte konnte er nicht mit dem Schwert zulangen oder sich sonst irgendwie wehren und wieder fing er sich ein harten Schlag ein. "UDO! Lass ihn und fesselt ihn SOFORT!" knallte eine harte Frauenstimme von weiter hinten. Nun half ihm der robuste Mann um ihn zu fesseln, später hing Basti gestreckt mitten auf dem Deck. Er musste in den wolkenlosen Himmel schauen, die Sonne schien ihn auf den blanken Oberkörper, seine Gliedmaßen weit von ihm weggestreckt. Die Frau mit den Ketten blickte nun ihn von oben herab an und sprach ruhig "Du hast 2 meiner Männer verletzt und 2 meiner Frauen weg gesperrt. Ich sollte dich bis aufs Blut auspeitschen lassen" – "Tut euch keinen Zwang an, aber vielleicht wäre es besser ihr schneidet mir die Kehle durch und schmeißt mich danach gleich über Bord, dann spart ihr euch das Putzen." sagte Basti spöttisch. Sie sah ihn noch eine weile abschätzend an, dann meinte sich "Sterben wirst du so wie so, aber da bleibt die Wahl mit uns oder gegen uns?" und hielt ihm ihre Hand entgegen, im selben Moment wurde er los gebunden. "Steh auf und komm mit uns oder bleib liegen und stirb" bekräftigte sie noch einmal. Ohne sich auch nur berührt zu haben antworte Basti "Was springt für mich raus? Mein Leben? Ist mir nichts Wert. Also was springt für mich raus?" – "Gold, Silber und mehr Schätze, die Freiheit und dein eigener Wille, sobald du bei uns bist gibt es nur 3 Gesetze und die lauten Respekt in der Crew, Kämpfen bis zum Tot und natürlich kein Verrat an der Crew" Ohne ihre Hand zu ergreifen stand er auf, schaute sie an und nickte knapp "Ich werde vor niemanden niederknien oder in den Ar*ch kriechen, nur dass das klar ist. Übrigens Basti nennen mich die meisten" sagte er und nahm jetzt ihre Hand. "Anne" sagte sie und schüttelte ihm die Hand "Und das ist Udo (sie zeigte auf den muskulösen Mann) das ist Anni (zeigte auf die Frau mit dem Speer) und das ist Andre (sie deutete auf den robusten Mann). Misha und Sibi kennst du ja bereits" sagte sie und deutete auf die beiden Mädchen, die gerade aus dem Raum kamen, wo Basti vor ein paar Minuten noch eingesperrt war. Wieder nickte er bloß kurz, Basti schaute sich um "Wo ist mein Schwert?" fragte er knapp "Das hier? Ist sehr hübsch. Wo hast du es her?" fragte Anni, die sein Schwert gegen die Sonne hielt, mit einem schnellen Handgriff entwendete er ihr das Schwert und sagte "Nie, wirklich nie, fasst jemand dieses Schwert an, verstanden?" Und mit diesen Worten steckte er das Schwert wieder weg. Alle nickten und ein Grinsen spielte sich über Bastis Gesicht, er merkte, dass er sich anstrengen musste, da er schon lange nicht mehr gegrinst hatte.

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"Und als wir dann im Bette lagen
Da nahm das Schicksal seinen Lauf
Und ich biß dir die Kehle auf "
"Leichenlager! Willkommen in der Ewigkeit"


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Verfasst: Fr 21. Aug 2009, 05:51 




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 Betreff des Beitrags: Re: Die verlorene Stadt
BeitragVerfasst: Fr 21. Aug 2009, 12:20 
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intressant... sonderlich spannend wars noch nicht, dafür haste die Personen umso besser beschrieben und auch sonst die umgebung und so, bin ich ja mal gespannt was das wird ^^

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Der Sinn des Lebens besteht nicht darin zu warten, bis das Unwetter vorbeizieht, sondern darin zu lernen im Regen zu tanzen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Die verlorene Stadt
BeitragVerfasst: Fr 21. Aug 2009, 14:35 
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Kapitel 2:

Wiedertreffen alter Freunde

Basti lebte sich die ersten 3 Tage an Bord ein und half immer fleißig mit. Seit gut 10 Jahren fühlte er sich zum ersten Mal wieder frei und gut, die Crew behandelte ihn wie ein Familienmitglied, wie ein Bruder. Auch er behandelte alle so gut er konnte, es gab nur einen kleinen Zwischenfall mit Andre. Basti fand ein Messer auf dem Deck und wollte es wegräumen, Andre dachte, er wollte es ihm klauen. Nach einer lautstarken Auseinandersetzung mischte sich Udo ein und klärte es. Basti ging ihm aus dem Weg um weiteren Ärger zu vermeiden, er wollte nicht wieder das einzige zerstören was ihm gut tat, so wie früher. Eine Woche nach dem Vorfall passierte ihm etwas so unerwartetes, woran er nicht mal im Traum dachte. Es war ein sonniger und wolkenlos Tag, Basti lag allein auf dem Deck im Schatten des Hauptmasts, als er Schritte hörte. Er öffnete die Augen und schaute direkt in Mishas Augen, sie beugte sich über ihn und grinste ihn leicht an. "Kann ich mal kurz mit dir reden?" – "Ob du es kannst, weiß ich nicht, aber du darfst" erwidert er grinsend und richtete sich auf und lehnte sich gegen Mast. "Also es geht um das Schwert und die Brandwunde auf deinen Rücken, was hat das zu bedeuten?" Basti schloss die Augen als würde ihn ein unergründlichen Schmerz durchziehen und als er die Augen wieder öffnete waren sie wieder getrübt von Müdigkeit und Traurigkeit. Er schaute sie eine Weile an und sagte dann sehr leise "Das ist weder der richtige Augenblick noch der richtige Ort um darüber zu reden. Und außerdem weiß ich nicht, ob ich dafür schon bereit bin. Tut mir leid, aber nicht jetzt" sagte er und in seinem Gesicht spiegelten sich Schmerzen, die unergründlich waren. "Okay, schon gut, tut mir Leid, wenn ich was Altes aufgewühlt habe" sagte sie und richtete sich auf. "Passt schon" flüsterte er und versank in seinen Gedanken. Als er wieder zu sich kam war es bereits dunkel. Basti suchte kurz nach der Ursache, warum er aus seinen Gedanken gerissen wurde. Kurze Zeit später sah er Anni und Anne auf ihn zu kommen. Er atmete tief ein und aus, stand auf und schaute sie an. Beide Mädchen blieben vor ihm stehen und schauten ihn an, als ob er ein Mörder wäre. "Hast du dich nie gefragt, warum wir dich hier eingesperrt haben und dich mitnahmen?" fragte Anne in scharfen Ton. Jetzt, wo sie es sagte, fragte sich Basti das auch. "Und warum habt ihr es gemacht?" fragte er bissig und ließ seine Hand auf den Schwertgriff sinken. "Nun, wir sind auf dem Weg auf eine Insel, von der man sagt, dass der größte Schatz der Welt dort versteckt sei, aber nur ein Auserwählter könnte ihn finden. Nun schaut euch diese Karte an" sagte Anni und reichte ihm eine Karte einer Insel. Er studierte sie genau und erkannte links an der Ecke ein Totenkopf, der dem seines Schwertes und dem Brandmal sehr ähnelte. "Das ist unmöglich" flüsterte Basti. "Ist es nicht so, dass dein Vater ein großer Pirat war und versteckte dort den Schatz vor genau 17 Jahren" – "Nein, mein Vater ist 2 Tage vor meiner Geburt gestorben und meine Mutter warf mich im Alter von 12 Jahren aus ihrem Haus, weil…" doch Misha unterbrach ihn. Erst jetzt fiel ihm auf, dass die ganze Mannschaft um ihn herum stand. "… Weil sie wusste, dass dein Vater sie wegen dem Schatz verlassen hat und sie es nicht ertragen konnte dir ins Gesicht zu schauen, da du ihm wie aus dem Gesicht geschnitten bist" – "Falsch, sondern weil sie mich gehasst hat, ich war nie der Sohn, den man sich wünschte…" – "Da du mit 12 Jahren schon zum Mörder wurdest genau wie dein Vater" beendete Sibi die Diskussion. Basti schaute sie alle verwirrt und durcheinander an "Woher wisst ihr das alles?" stotterte er leicht. Doch bevor die anderen antworten konnten gab es einen starken Ruck und sie verloren alle das Gleichgewicht und fielen auf den Boden. Basti rappelte sich schnell auf und sah wie ein anderes Boot sie enterte. Ohne groß nachzudenken sprang er auf und zog sein Schwert aus der Scheide und rief den anderen zu: "Rennt in euren Kabinen und holt eure Waffen, ich halte sie auf." Die anderen rannten sofort los in ihre Kabinen, als Sibi als letzte das Deck verließ, schloss er die Luge. Basti rollte schnell 4 Fässer auf die Luke, so dass sie verdeckt war. Er rannte auf die rechte Schiffshälfte, die ersten Enterhacken krallten sich in die Reling rein. Basti sah wie ein paar Piraten dort rüber kletterten. Er schnitt die Seile durch und 3 Feinde stürzten in das Meer. er sah noch rechtzeitig wie ein Pirat das Gewehr ansetzte und schon sprang er hinter einen der Masten, die Schüsse ließen das Holz splittern und durchzurrten die kalte Seeluft. Basti hörte, wie die ersten Piraten das Schiff betraten, er blieb einen Moment stehen, als der erste Feind direkt am ihm vorbei rannte. Als der Zweite gerade vorbei wollte, riss er sein Schwert herum und durchschnitt ihm die Kehle. Der Leiche riss es die Beine weg und flog auf den Boden. Als der Pirat sich rumdrehte, der als erstes vorrannte, endete auch schon sein Leben. Das Schwert von Basti durchbohrte seine Lunge und flog blitzschnell wieder raus. Er war in seinen Element, dafür war er geboren fürs Kämpfen, fürs Sterben und fürs Töten. Als er sich umdrehte schlug ein Pirat nach ihm mit einen langen Krummsäbel aus, Basti hielt sein Schwert zum parieren schräg gegen das seines Feindes. Die Klingen trafen unter einem lauten Klirren aufeinander. Mit einem Ruck stieß er den Krummsäbel weg und schlitze ihn mit einen schnellen Hieb den Oberschenkel auf. Der Pirat ließ seinen Säbel fallen und sprang gegen Basti, die beiden flogen gegen die Fässer, die die Luke abdeckten. Sein Schwert flog im hohen Boden und blieb im Holz des Deckes stecken. Basti zog den Piraten zu Boden und setzte sich auf ihn und schlug ihm mehrmals hart ins Gesicht, die Luke ging auf und die anderen stürmten raus, doch bevor sie etwas machen konnten waren sie von 30 Mann, die mit Gewehren auf sie zielten, umzingelt. Noch immer schlug Basti auf den Piraten ein, dieser war aber schon lange tot. Udo zog Basti von der Leiche herunter, dieser ging zu seinem Schwert stellte sich vor die anderen und rief: "Los kämpft ihr feigen Schweine!" – "Seit wann setz DU dich für andere ein?" fragte ein Mann in einem langen, schwarzen Mantel, mittellanges schwarzes und gelocktes Haar und war komplett in Schwarz gekleidet. Er war ungefähr 1.80 groß. Er drängte sich vor und betrachtete Basti, die beiden schauten sich eine Weile an, dann sagte Basti: "Ich setzte mich für nichts und niemanden ein. Ich will nur lieber im Kampf sterben, wie du genau weißt." – "Stimmt, du hattest nie Freunde, für die du sterben würdest" erwiderte der andere. "Jetzt sag deinen Männern, sie sollen ihre Waffen runter nehmen" sagte Basti knapp. Der Mann lachte höhnisch auf "Warum? Warum sollte ich? Du hast 6 meiner Männer getötet, 3 ersoffen, 2 mit dem Schwert nieder gemetzelt und den anderen tot geprügelt" zählte er auf "Und was hätten sie getan, wenn ich nichts gemacht hätte? Mir eine Tasse Tee angeboten?" erwiderte Basti sarkastisch, nun lachte der andere lauter und meinte nur: "Du hast deinen schwarzen Humor nicht verloren, dieser ist fast so schwarz wie deine Seele. Männer, Waffen runter und räumt die Leichen weg. Basti, komm her, alter Junge, lass dich in den Arm nehmen." Die beiden Männer umarmten sich "Wie geht es dir, Alex? Komm wir trinken einen Schluck Met. Falls mein Kapitän nichts dagegen hat?" fügte er fragend zu Anne hinzu. Diese nickte nur und rief die Mädchen zu sich "Wir werden ein Essen kochen, was für uns alle reichen sollte. Nur müssten die werten Herren uns ihr Proviant geben, damit wir was kochen können" richtete sie sich an Alex. Der nickte nur und ging mit seinen Männer auf sein Schiff und sie fingen an Proviant für ein gutes Abendessen zu holen, während dessen zog Anne Basti bei Seite. "Was sollte die Aktion von vorhin, warum hast du uns eingesperrt?" fragte sie und schaute ihn durch dringlich an. "Ich kämpfe nicht mit Frauen an meiner Seite" erwiderte er knapp, was auch die halbe Wahrheit war. Er wollte nicht, dass sie verletzt wurden, aber das behielt er für sich. "Ach ja? Wir hätten gewinnen können!" – "Das war nicht nötig. Alex ist ein alter Freund von mir und ich kann ihm vertrauen, mehr als euch anscheinend" fügte er bissig hinzu. Er wollte eigentlich nicht auf das Gespräch zurück kommen. "Das von vorhin tut uns wirklich Leid, aber wir wussten nicht, wie du reagierst und wollten unbedingt den Schatz…" – "Ja, natürlich, ihr seid wie alle Menschen. Gold, Silber und Juwelen sind das wichtigste für euch, aber nur weil für euch Freundschaft und Liebe selbstverständlich sind. Und nun entschuldigt mich, ich muss Alex und seine Männer helfen", antwortete er und ließ sie alleine. Anne ging sofort runter in die Küche zurück, während Basti seinen alten Freund half das Essen rüber zu tragen. Als alles drüber war halfen Alex seine Männern beim Kochen und Tisch decken, wobei sie bestimmt mehr an den Mädchen interessiert waren als an dem anderem. Basti und sein Freund saßen draußen im kühlen Abend und unterhielten sich über die Vergangenheit. "Und wo willst du hin?", fragte Basti ihn. "Zurück in die alte Heimat und dort die Schätze abladen und dann wieder auf Plünderer-Tour. Wie sieht’s aus? Kommst du mit? Wir beide zusammen Seite an Seite. Alle würden uns fürchten." Sie schauten sich einander lange an. Ich könnte mit ihm gehen, doch er hat sich noch nie so wohl gefühlt wie auf diesen Schiff, obwohl sie ihn verraten wollten und benutzen um an einen Schatz ran zukommen. "Ich bleibe hier. Tut mir leid, aber ich glaube hier wird es mir besser gehen als bei dir an der Seite. Sicher, wir beide würden die Meere unsicher machen, aber mir würde etwas fehlen, verstehst du?", sagte Basti und schaute ihn an. Alex nickte nur und stand auf, eines der Mädchen rief, dass das Essen fertig sei. Beide erhoben sich und gingen unter Deck. Der Tisch ächzte unter der Last der Töpfe und anderen Speisen. Die Crew von Alex und die anderen saßen schon am Tisch, als Basti und Alex eintraten und sich setzen fingen alle an zu Essen. Die beiden Freunde tranken reichlich Met, doch Basti ging früh wieder auf Deck, er legte sich auf das Deck und schaute die Sterne an. Er hörte nicht, dass Misha sich zu ihm legte. Erst als sie ihren Kopf auf sein Brust legte merkte er, dass er nicht mehr alleine war. Er schaute sie kurz an und schaute dann wieder zum Himmel und legte ein Arm um sie und streichelte ihr durchs Haar. Er wusste nicht wie lange sie da lagen, doch später kamen die Männer von Alex und er selbst, er schaute Basti an und sagte "Wir sehen uns wieder, alter Freund, vergiss mich nicht. Hat gut getan dich wieder zu sehen." Und mit diesen Worten gingen sie auf ihr Schiff und fuhren davon. Misha und Basti schliefen so auf dem Deck ein. Als sie am nächsten Morgen erwachten, kamen die ersten Sonnenstrahlen über die Meeresoberfläche. Sie schaute ihn erst verträumt an und riss dann ihre Augen weit auf, dann sprang sie auf und schrie "Was soll das?" – "Ich lag gestern Nacht hier und du hast dich so dazu gelegt …" begann Basti, doch Misha unterbrach ihn. "Ich war betrunken und du hast es ausgenutzt!" – "So und nicht anders war es", flüsterte er und die Ironie in seinen Worten war zu deutlich. Ihr Gesicht färbte sich leicht rot und sie ging unter Deck. Ein wenig verwirrt schaute Basti ihr nach. Auch später am Tag beachtete sie ihn nicht und tat so als wäre er Luft, er machte nur seine Arbeit und seine Laune verschlechterte sich leicht. Am Abend bekam Basti mit, dass sich Misha mit ihrer Schwester darüber unterhielt. Er wollte davon nichts mit bekommen, denn am Schluss hieße es noch er hätte sie belauscht. 3 Tage vergingen so und Basti bereute es langsam sich draußen hingelegt zu haben und das er nicht mit Alex mitgegangen war. Gerade als er sich vornahm mit ihr darüber zu reden rief Anni "Land in Sicht!" und alle stürmten vor um die Insel zu sehen. Und ganz in der Ferne erhob sich eine Insel mit einem riesengroßen Berg in der Mitte, der die Form eines Schädels hatte. Basti schielte leicht auf den Knauf seines Schwertes und sah, dass auch die beiden Gebilde sich sehr ähnelten. Als sie keine 1000 Meter entfernt waren umschloss sie ein dichter Nebel, der es ihnen unmöglich machte zu wissen, wo Felsen und wo begehbares Land waren. "Was sollen wir tun, Anne?", riefen Udo und Anni gleichzeitig. "Wir müssen rauskriegen, wo das Land anfängt", schrie sie zurück. Basti dachte kurz nach und da kam ihm eine Idee. Er rannte runter in die Waffenkammer und holte sich Pfeil und Bogen, zündete die Pfeile an und schoss sie in den Nebel voraus. "Was machst du da?" schrieen ihn Misha und Sibi an. Er deutete nur in die Richtung, in die er geschossen hatte, und dort sah man einen schwachen Feuerschein. "Dort ist Land, sonst würde es nicht brennen und wenn ihr mich fragt sollten wir ganz schnell Anker lichten lassen." Anne nickte kurz und rief: "Anker lichten, bringt das verdammte Schiff zum stehen!" Udo und Andre befolgten den Befehl sofort, das Schiff blieb stehen und nur ein Rauschen war zu hören. Sie verharrten so 5 Stunden, erst dann lichtete sich der Nebel wieder und als sie sahen, wo sie waren, stellten sie fest, dass nur knappe 50 Meter gefehlt haben und sie wären an den Klippen zerschellt.
Es klopfte an Bastis Kabinen Tür, doch dieser blieb regungslos im Bett liegen und antworte nicht. Es klopfte ein weiteres Mal und nun hörte er Mishas Stimme "Ich weiß, dass du da drin bist. Bitte mach auf." sagen. Lustlos rappelte er sich auf und öffnete die Tür. Sein Zimmer bestand aus einem Bett, einem Schrank, einem Wassereimer und einem Schreibtisch mit Stuhl. Sie trat herein. "Setz dich", sagte er und deutete mit der Hand auf Bett und Stuhl, Misha setzte sich auf den Stuhl und wartete, bis er fertig war eine Rumflasche aus dem Schrank zu stöbern. Basti öffnete die Flasche und nahm erst mal einen großen Schluck. "Also was gibt’s so wichtiges zu reden?" – "Es geht um die letzten Tage und vorhin. Ich wollte mich bloß dafür entschuldigen, dass ich mich so blöd dir gegenüber verhalten habe und …" Doch er würgte sie mit einer Handbewegung ab. "Passt schon, ist schon okay." Sie starrte ihn ungläubig an. "Und du bist nicht sauer auf mich oder böse?", fragte sie unsicher nach. "Ja ich bin dir nicht sauer oder böse, ist schon okay." Misha strahlte ihn an und umarmte ihn. "Danke, weil ich dich nicht als Freund verlieren will." Und mit diesen Worten stürmte sie aus dem Raum. Basti starrte ihr verwirrt nach und fragte sich, ob sie wieder besoffen war. Er ließ sich wieder ins Bett fallen, doch wenige Minuten später klopfte es wieder. Diesmal hörte er Annes Stimme. "Wir legen gleich an, willst du mit aufs Land kommen?" Sofort sprang Basti auf und ging aus seiner Kabine raus. Als er sich vorne an die Reling stellte sah er eine Insel, der Strand war rund 50 Meter breit und der Sand war schneeweiß, nach ihm folgte dichter Dschungel und aus der Mitte des Urwaldes ragte der Schädel aus Puren Fels. Die Anker waren bereits gelichtet und Misha, Anni, Anne und Udo saßen bereits im Ruderboot, Andre und Sibi blieben auf dem Schiff. Basti stieg in das Ruderboot und sie fuhren auf die Insel zu.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die verlorene Stadt
BeitragVerfasst: Sa 22. Aug 2009, 19:07 
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Kapitel 3:

Der Schiffbrüchige

Das Ruderboot setzte leicht auf den Sand auf und die 5 Crewmitglieder gingen an Land. Die Sonne stand fast gänzlich in der Mitte des Himmels. Wieder huschte ein kurzes Grinsen über Bastis Gesicht und wieder merkte er, dass er sich extrem anstrengen musste. Mit einem Seitenblick auf die anderen sah er den Ausdruck des Erstaunens. Er ließ sich wieder nach hinten fallen und ließ die anderen wieder vorlaufen. Der Dschungel hatte etwas verlockendes und doch bedrohliches. "Okay", rief Anne. "Wir sollten uns auf keinen Fall trennen, sondern zusammen bleiben. Und zwar alle", sagte sie und schaute Basti eindringlich an. Doch der wusste, dass er bestimmt nicht lange mit ihnen zusammen gehen wird. Sie gingen zusammen in den Dschungel. Sie mussten sich später durchschlagen, da er so dicht wurde, die Bäume hatten einen Umfang von 3 Metern und alles war grün. Sie erreichten plötzlich einen Pfad, der Mitten im Wald anfing. Als sie diesen weiter folgten, sahen sie eine Pyramide aus komischen weißen Steinen. Basti betrachtete sie sich näher und erkannte, dass die Steine in Wahrheit Menschenschädel waren. Seine Augenbrauen schoben sich leicht nach oben, doch sonst veränderte sich seine Miene kaum. "Was für ein Mensch kann so etwas tun?", fragte Anni und wirkte sichtlich geschockt. "Ich könnte so etwas tun oder die Scalpen...", sagte Basti trocken und ging ohne ein Wort zu sagen weiter. Die anderen schauten ihn verwirrt nach, doch keiner sprach ihn weiter darauf an, wofür er dankbar war. Er hatte schon zu viel gesagt. Basti ging nun zügig voran, sodass er den anderen immer ein paar Schritte voraus war, denn er ahnte was Böses und er hoffte nicht das zu finden, wovon er genau wusste, dass er es bald erblicken würde. Als er auf sah ging er instinktiv einen Schritt zurück und schaute voller Abscheu auf das Gestell aus Holz die über ihm hing. Es war ein symmetrisches Kreuz an der linken und rechten Ecke so wie an der unteren Seite hingen Seile herunter, etwa ein halben Meter lang, daran hingen Schädel und oben drauf steckte ein weiterer Schädel. Seine Ahnung hatte sich bestätigt, die Scalpen waren hier und wie Basti hoffte, waren sie schon wieder weg. Doch machte er sich keine großen Hoffnungen, da noch Blut aus dem unteren Schädel floss. Er zog sein Schwert aus der Scheide und schaute die anderen an, die mit voller Abscheu auf das Gebilde schauten. Er sprach leise und schnell "Geht zurück zum Schiff und haut ab von hier! Los!" die anderen sahen ihn verständnislos an. Udo und Anni wandten sich schon zum gehen, doch Anni und Misha blieben stehen. "Was geht hier vor sich? Schon wieder alte Freunde?" fragte Misha. "Sagen wir so: Früher waren sie Freunde, jetzt versuchen sie mich zu töten" antworte Basti knapp und sagte: "Geht nun zurück zum Schiff, los jetzt!" Er drehte ihnen den Rücken zu und ging 2 Schritte, Doch Misha fasste ihn am rechten und Anni linken Arm und hielten ihn fest. Er blieb stehen und sah die beiden an. "Was ist los?" fragte er. "Ich will nicht, dass du da allein hingehst, wenn sie dich töten", sagte Misha und Anni nickte zustimmend, doch Basti lächelte. "Wollten die mich tot sehen, dann wäre ich das schon längst. Sie scheinen geschwächt oder in der Unterzahl zu sein, also macht euch keine Gedanken. Doch wenn sie einen von uns sehen, sind wir tot, und allein geht das besser und einfacher, geht zum Schiff und lichtet die Anker, wartet nicht auf mich, sondern kommt in 2 Tagen wieder. Ich muss das alleine klären, ich kann es nicht verantworten, wenn euch was passiert und jetzt geht, sofort!", sagte er ruhig und ging wieder weiter. So ließ er die Beiden alleine da stehen, er wusste, dass er nicht zurückkommen würde, sobald man ihm mit anderen Leuten sah. Wieder einmal war er auf sich allein gestellt und würde Menschen töten müssen und dabei vielleicht selbst sterben, doch dies war er gewohnt von früher und es war ihm egal.
Einen halben Tag lang reiste Basti den Pfad entlang und erreichte die Mitte, wo der riesige Felsen vor ihm sich aufbäumte; dort sah er eine Eingrabung im dem Gestein. Er ging weiter ran und sah die Holzpalisaden darum, wie eine Mauer. Das musste ihr Lager sein, schoss es Basti durch den Kopf und er wollte warten bis die Nacht anbricht, doch eine halbe Stunde später kam jemand aus den Büschen, er lief gebückt und hatte nur noch eine Unterhose an. Sein Körper war braun vom getrockneten Schlamm, er trug etwas auf der Schulter, von dem Basti erst dachte, dass es ein großes Tierwesen war, doch mit einem Schlag wurde ihm bewusst, dass es Misha war! Er schaute zu, wie sie ins Camp verschleppt wurde, und er hing legte sie ihn und fesselte sie mit einem Strick um ihre Handgelenke, der Strick war jeweils ungefähr einen Meter lang und er wollte gerade die anderen Enden an Bäumen befestigen, doch Basti ging in das Lager und rief "Meinst du, du willst dir das zu trauen, Raphael? Peitsch mich aus und lass das Mädchen laufen!" Der Fremde drehte sich um und schaute ihn an und ein Grinsen schoss ihm durchs Gesicht. "Ah, wenn das nicht Dog ist" sagte er und lachte weiter wie ein verrückter. "Dog, jahhh, so nanntet ihr mich damals, als ich einer von euch war, doch das ist vorbei" und ging weiter auf ihn zu. Misha schaute sich das Geschehen an und machte einen sehr verwirrten Eindruck. "Wo ist der Rest von euch?" - "Es gibt keine Überlebenden, nur ich. Unser Schiff ist hier gestrandet und wir wollten einen Schatz finden, doch als wir wieder kamen wurde unser Schiff von einen riesigen Kracke zerstückelt..." Basti schaute verdutzt drein. Die anderen waren in Gefahr und das war seine Schuld. "Okay, erzähl weiter. Was ist dann passiert?" - "Ich erzähl dir nix, erst wirst du ausgepeitscht", sagte er und grinste wieder verrückt und umklammerte seine Peitsche. Zu Mishas Überraschung nickte Basti bloß und zog sich sein T-Shirt aus. Die Schläge klatschen auf seine Haut, die weit aufriss und tiefe Narben hinterlassen würde. Als er gerade zum nächsten Schlag ausholen wollte, drehte sich Basti weg und packte ihn am Handgelenk. "Das waren schon 20. Hast du das Zählen verlernt?", zischte Basti ihm ins Ohr. Raphael ließ bloß enttäuscht die Peitsche sinken und nickte. "Und jetzt erzähl weiter, bevor ich mir mal die Peitsche packe." Dem Fremden stand auf einmal die Angst ins Gesicht geschrieben. "Okay, ich rede ja schon. Also, das Schiff wurde zerstört und wir fanden kein Essen und dann fing die Crew an sich gegenseitig umzubringen. Du weißt ja wie sie war, ich war aber schlau genug mich zu verstecken, als eine große Schlacht um das Lager anfing. Und als ich wieder kam lebte nur noch Klinge, doch dieser war schwer verletzt. Ich hab ihn die letzte Ehre erwiesen." Mit diesen Worten endete er, Basti schaute ihn ohne Mitleid an und drehte ihm den Rücken zu. Mit einer plötzlichen Bewegung griff er nach seinem Schwert und stieß es mit aller Kraft Raphael durch die Rippen. Diese fiel ohne auch nur mit einem Aufschrei zu Boden und schaute ihn an. "Mehr Informationen brauchst du also nicht? Na gut, dann beende mein Leben wenigsten schnell", zischte er kaum vernehmlich, doch Basti schüttelte nur mitleidlos den Kopf. Er ging zu Misha und machte sie von den Seilen frei und nahm ihr den Knebel aus dem Mund. "Geh schnell zu den anderen zum Schiff. Sie müssen auf die Insel kommen, du hast ja mitgehört. Los, ich muss hier noch was erledigen." Misha nickte nur und rannte zurück zum Schiff, Basti wandte sich mit einen Ausdruck von Ekel zu Raphael um. "Nun, du weißt, was wir mit Leichen machen, nicht wahr? Nun, ich mach es jetzt mit dir während du noch lebst." - "Das kannst du nicht, das ist gegen das Gesetz" stotterte er, doch Basti grinste weiter und meinte nur kalt: "Ich bin keiner mehr von euch, ich halte mich nicht an eure Gesetze und nun halt still, sonst gibt es unschöne Narben." Er beugte sich runter und zog sein Schwert aus dem Brustkorb, mit einem Schlag des Griffknaufes schlug er ihm alle Zähne raus. "Stumm sollst du durch die Hölle gehen, damit du nicht schreien kannst bei den Schmerzen" sagte Basti und schnitt ihm die Zunge raus. "Blind sollst du durch die Hölle gehen, damit du das Elend nicht siehst" und stach ihm die Augen aus. "Taub sollst du durch die Hölle gehen, damit du nicht die anderen schreien hörst" und schlug mit aller Kraft auf beide Ohren von Raphael. Er legte die Augen, Zähne und Zunge in ein Tuch und wickelte sie ein. Dann stand Basti auf, holte ein großes Stück Holz und drehte den Fremden auf den Rücken, legte es ihm auf den Rücken und Band seine Handgelenke daran, trug ihn zu einem Baum und band die Enden des Strickes an einen Ast eines großen Baumes. Raphael hing nun einen halben Meter über den Boden und zuckte leicht wegen den Schmerzen, gab aber keinen Laut von sich. Basti stellte sich vor ihn und stopfte ihm den Stoff mit den Körperteilen in seinen Mund. Er wartete, bis er erstickte und wandte sich zum gehen, als er vor sich Udo, Anni, Sibi, Misha, Anne und Andre sah. Alle sahen voller Abscheu und entsetzen den Kadaver an. "Was zur Hölle hast du mit ihm gemacht", flüsterte Anne ängstlich, während Anni so aussah als müsste sie sich übergeben. "Ich habe ihm seine letzte Ehre erwiesen, das ist die Bestattung eines Scalpen, nun ja, fast. Eigentlich leben sie dabei nicht, sondern sind schon tot, nur hier habe ich mal eine Ausnahme gemacht", sagte er und sein Gesicht war noch immer ohne Mimik oder Gefühlanzeichen. "Ich will hier weg", flüsterte Anni nun und wandte ihren Blick von der Leiche. "Und wo willst du hin? Das Schiff ist nicht mehr sicher und das hier scheint das einzige Lager zu sein", sagte Basti sarkastisch. "Dann häng ihn wenigsten ab!", sagte Misha völlig durcheinander. "Okay". sagte er ohne einen Schritt auf ihn zuzugehen und schnitt das Seil durch. Der Kadaver flog runter und verrenkte sich dadurch. dass es noch immer an dem Stock gebunden war, merkwürdig. Basti packte in die Mitte des Holzes und trug ihn weg. Er ging ein Stück in den Wald, wo er einen rauschenden Fluss fand. Er folgte dem Fluss eine Weile und fand nach einiger Zeit einen Wasserfall. Dort warf er Raphael hinunter. Als er zurück kehrte saßen die anderen im Kreis und als sie ihn anblickten wusste er, dass sie gerade über ihn geredet hatten. "Jetzt wisst ihr was ich für ein Mensch bin. Ich kann euch verlassen, wenn ihr das wollt. Aber ich bin mir sicher, dass wir das zusammen eher schaffen als allein", sagte er. Als er keine Antwort bekam wandte er sich zum Gehen, als Udo das Wort ergriff. "Woher sollen wir wissen, dass du nicht das selbe mit uns machst?", fragte er skeptisch. "Nun, ihr seid meine Freunde und die Scalpen wollen mich töten. Hätte ich ihn nicht getötet, hätte er das Gleiche mit uns allen gemacht". antwortete er Udo. "Und deswegen musst du ihn so brutal hinrichten? Hätte es nicht gereicht ihm einfach die Kehle durchzuschneiden?", fragte Andre. Basti schüttelte den Kopf. "Nein, hätte es nicht. Aber das würdet ihr nicht verstehen... ach egal, ich merk schon ihr wollt mich nicht länger bei euch haben, war schön euch kennen zu lernen." Als er ging versuchte ihn keiner aufzuhalten.

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"Und als wir dann im Bette lagen
Da nahm das Schicksal seinen Lauf
Und ich biß dir die Kehle auf "
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 Betreff des Beitrags: Re: Die verlorene Stadt
BeitragVerfasst: So 23. Aug 2009, 12:51 
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So hab jetzt mal den ersten Teil gelesen, muss sagen interessante handlung, ich dneke es ist beabsichtigt das du so anfängst, also ohne vorgerschichte oder sonst was.
aber die Person en und das drumherum hast du echt gut beschrieben, vielleicht sogar bisschen zuvviel, wobei so kann man sich das besser vorstellen.

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Nur die Toten haben das ende des Krieges gesehen


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 Betreff des Beitrags: Re: Die verlorene Stadt
BeitragVerfasst: Mo 24. Aug 2009, 08:12 
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In der Tat ist beabsichtigt im Laufe der Geschichte wird man mehr erfahren. Das ich sie genau beschreibe hat auch seinen Grund wie du später erfahren wirst^^

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 Betreff des Beitrags: Re: Die verlorene Stadt
BeitragVerfasst: Mo 24. Aug 2009, 08:22 
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Kapitel 4:

Das Ende von Basti ?

Ein Wassertropfen löste sich von einem der großen Blätter und flog auf die Stirn eines Jungen Mannes. Er schlief tief und seine Haare verdeckten fast sein komplettes Gesicht. Mit einem Schrecken fuhr Basti aus dem Schlaf und zog sein Schwert, doch weit und breit war kein Mensch oder Tier. Er begriff, dass der Wassertropfen ihn geweckt hatte. Sein Gesicht war blass und er wankte leicht. Es war 4 Tage her, dass er sich von seinen ehemaligen Freunden getrennt hatte und er hatte nichts gegessen, denn er hatte vergessen sich Vorrat mitzunehmen, die sie vom Schiff mitgebracht hatten. Er steckte das Schwert wieder weg und setzte sich erschöpft auf den Boden und lehnte sich gegen einen Baum. Er atmete ein paar Mal tief durch und stand auf. Er brauchte was zu essen, sonst würde er sterben, das wusste er. So beschloss er zurück zum Schiff zu gehen und hoffte, dass es noch da war und noch etwas zum Essen drin, wenn nicht würde er dem Hungertod erleiden, wie er sehr genau wusste. Als Basti nach 3 Stunden den Strand erreichte, wo ihr Schiff eigentlich stand, sank ihm das Herz in die Hose; es war weg. Erschöpft sank er in die Knie und ließ den Kopf hängen, die warme Mittagssonne prallte ihm auf den Nacken und drückte ihn förmlich zu Boden. Er wusste nicht, wie lange er so da lag, es kam ihm eine halbe Ewigkeit vor, als er schließlich von hinten an den Schultern gepackt wurde und er sich umdrehte. Basti blickte in das Gesicht von Udo. Auch er war sehr mitgenommen, doch noch lange nicht so wie es Basti selbst erwischt hatte. "Verdammt, du siehst ja fürchterlich aus, hast du nix gegessen oder getrunken?" fragte Udo besorgt. "Essen... Trinken was ist das?", antworte Basti höhnisch und schloss die Augen und zischte: "Lass mich hier elendig verrecken, habe nichts besseres verdient. GEH!" Udo sah ihn noch einmal an und wandte sich dann zum gehen. Er blieb noch einmal stehen und blickte Basti an, ging dann aber weiter bis der Dschungel ihn verschluckte, wenig später schlief Basti wegen der Erschöpfung ein.
Als er wieder aufwachte war er nicht mehr am Strand, sondern er lag in Mitten des Dschungels und schaute zum Himmel, der sich bereits verdunkelt hatte und die ersten Sterne Preis gab, empor. 'Wo bin ich?', schoss es ihm durch den Kopf und er stand augenblicklich auf. Das Erste, was ihm auffiel, war, dass man ihm seines Schwertes beraubt hatte. Sofort danach stellte er fest, dass er immer noch sehr schwach war und fast wieder einsackte. Er taumelte leicht und stützte sich noch rechtzeitig gegen einen Baum. Als Basti sich umblickte sah er, dass er wieder im Lager war, doch es wurde ausgebaut, ein angefangenes Haus aus Holz stand und der Zaun wurde verstärkt. Erst jetzt sah er, dass neben ihm ein Krug mit Wasser und ein halbes Brot lagen. Schnell setzte er sich hin und verschlang das Brot sehr schnell und trank das Wasser mit einem Schluck. 'Ich muss mein Schwert finden', schoss es ihm durch den Kopf. Er suchte das Außengelände ab, doch er fand nichts, es musste also in dem Haus sein. Er schlich sich zum Fenster und schaute hindurch: die Crew schlief dort tief und fest, nur Andre fehlte. 'Also musste er hier irgendwo Wache halten', dachte Basti und wandte sich ab und suchte nach Andre. Als er eine in den Fels gemauerte Treppe fand. sah er Fußspuren. Als er sie verfolgte sah er, wie Andre am Felsen lehnte und schlief. Basti schlich sich von hinten an und schlug ihm leicht in den Nacken. Sofort verlor Andre das Bewusstsein. Basti untersuchte ihn, doch fand nichts. Er ging zurück zu dem Haus und öffnete leicht die Tür. Dann sah er sein Schwert, es lag auf etwas, was aussah wie ein Kamin. Er schlich sich dorthin und rempelte fast Anni an, doch diese drehte sich nur um und schlief weiter. Er griff sein Schwert am Haft und drehte sich, als 5 Schwerter auf ihn zeigten. Die anderen hatten also nur so getan als würden sie schlafen, jetzt saß er in der Falle. "Was wollt ihr?", fragte er und beäugte die Waffen seiner ehemaligen Freunde. "Wenn ihr mich tot sehen wollt tut euch keinen Zwang an", sagte Basti und legte sein Schwert zu Boden und breitete seine Arme aus, so dass man ein gutes Sichtfeld auf seinen Brustkorb hatte. Doch die anderen senkten auch ihre Waffen, doch legten sie, sie nicht hin. "Wir wollen dich nicht töten", sagte Anne. "Warum sollten wir das auch wollen?", bekräftigte Misha sie. Basti sah sie an, er wusste nicht was er tun sollte und beschloss zu schweigen und wartete ab, was noch kommen würde. Nach längerem Schweigen ergriff Udo das Wort: "Was zur Hölle wolltest du eigentlich am Strand und warum wolltest du Sterben?" Basti schwieg eine Weile und antwortete dann knapp: "Ich bring Gefahren mit mir, der ihr euch nicht bewusst seid. Ich dachte, ich könnte meine Vergangenheit hinter mir lassen, doch sie holt mich immer wieder ein." Die anderen starrten ihn nur verständnislos an. "Glaubst du, wir können uns nicht verteidigen?", fragte nun Sibi aufgebracht. "Um ehrlich zu sein... wärt ihr keine Gegner- weder für die Scalpen, und ich wette es leben noch welche, noch für mich" - "Ach ja, dann lass uns ohne Schwerter und andere Waffen kämpfen", rief Udo aufgebracht und warf sein Schwert weg und wartete an der Tür auf Basti. Der folgte ihn ohne zu zögern. "Ich will dir eigentlich nicht weh tun, aber wenn..." Basti musste abbrechen, da Udo ihn schon angriff. Dieser wich nach rechts aus und schaute Udo nur gleichgültig an, wieder stürmte Udo auf ihn zu. Diesmal traf sein Schlag. Basti taumelte leicht nach hinten und der nächste Schlag traf ihm genau auf die Nase, doch er wollte, dass er traf. Als Udo zum dritten Schlag ausholte, griff Basti an sein Handgelenk und drehte sich nach links, so dass er neben Udo stand und zog ihn nach vorne. Durch den Schwung, den er noch durch den Schlag hatte, rannte er voll in Bastis Knie und sank in die Knie, ein weiterer Kniestoß traf Udo hart ins Gesicht. Basti drehte sich auf der Stelle und trat ihm noch mal mit der Fußsohle ins Gesicht. Die Frauen schrieen beide an, warum sie so was machten, doch ein lauter Aufschrei ließ sie zusammen fahren. "Die Scalpen", fluchte Basti leise. "Packt eure Waffen, wir müssen Kämpfen!", rief er und rannte ins Haus und holte sein Schwert raus. Die Anderen folgten seinem Beispiel und holten ihre Waffen. Basti half Udo auf und drückte ihm seine Axt in die Hand. Schon stürmten 6 Scalpen über die Holzmauer auf sie zu, Basti ging vor und schlug sein Schwert in die Richtung seines Kopfes, sein Gegner versuchte seinem Schlag zu parieren. Doch die Wucht in Bastis Schlag drückte das Schwert des Scalpen in sein eigenes Gesicht. Das Leben verschwand sofort aus dem Gesicht des Scalpen und dieser fiel zu Boden. Währenddessen rannte Udo auf einer der Scalpen zu und sprang vor ihm ab und zertrümmerte mit einem heftigen Schlag sein Schädel. Misha und Sibi schlugen zu zweit auf einen der Feinde ein, doch dieser parierte ihren Schlägen mit einer perfekten Souveränität, Anne war mit einem der Scalpen beschäftigt. Während Anni ihr zur Hilfe kam, kletterten acht weitere Scalpen über die Zäune. Noch bevor der Erste den Boden berührt hatte, bohrte sich Bastis Klinge in seinen Bauch. Udo und die Mädchen kamen nun auch zu den Zäunen gerannt, doch Basti schrie: "Hoch auf die Aussichtplattform! Sofort!" Und er selbst wich auch vom Zaun zurück. Sie rannten die Treppen hoch, doch Basti blieb auf der Hälfte stehen, während die anderen weiter rannten. Die Holzmauer brach auseinander und rund 20 Scalpen stürmten auf sie zu, die ersten 5 erreichten die Treppe und rannten hoch. Basti trat mit aller Kraft gegen seinen nahesten Feind, dieser flog herunter und riss zwei seiner Kollegen mit. Die zwei anderen stürmten auf Basti zu, dieser parierte die ersten zwei Schläge, doch der dritte streifte seine Wade und er merkte, wie warmes Blut aus der frischen Wunde strömte. Mit einem langen, seitlichen Hieb durchtrennte er die Kehle einer der Scalpen, doch schon tauchten wieder fünf neue auf der Treppe auf. Ein weiterer Streifschlag traf sein linkes Handgelenk; Basti taumelte leicht nach hinten. Als Udo an ihm vorbei sprang und seine komplette Körpermasse gegen die Scalpen drückte, verschlangen sich diese sechs zu einen menschlichen Knäuel, der die Treppe runterrollte. Basti rannte schnell hinterher, denn er wusste, dass noch mindestens zehn weitere Scalpen unten warteten. Er sprang von der fünften Stufe ab und schlug während des Sprunges einem Feind den Kopf ab, er drehte das Schwert in der Hand, so dass die Klinge nach unten zeigte. Er stach mit der Spitze in den Knäuel und tötete einen weiteren Scalp, der auf Udo einschlug. Basti packte Udo am Kragen, zog ihn aus dem Getümmel und zerrte ihn hoch zurück zur Plattform. Ein Schlag mit einer Keule riss Basti die Beine weg, Udo wollte gerade zurückgehen, als Basti "Geh hoch und beschütz die anderen! Los!" rief. Udo blieb noch einen Moment ratlos stehen und rannte hoch. Basti drehte sich rum und sah, wie eine stumpfe Keule auf ihn zukam. Noch rechtzeitig drehte er sich nach rechts und die Keule schlug nur wenige Zentimeter neben seinem Kopf ein. Ruckartig stieß er sein Schwert nach oben und durchbohrte seinen Bauch, mit dem rechten Fuß schob er die Leiche von seinem Schwert. Er stand auf, als drei neue Scalpen auf ihn zu rannten. Er stolperte die ersten sieben Stufen hoch, als ihm jemand an Knöchel packte und zurückzog. Noch während er nach hinten flog, drehte er sich rum und schlug mit dem Schwert nach hinten aus, wobei er die Hand seines Angreifers abhackte. Ein zweiter beugte sich über ihn, doch bevor er auch nur richtig Bastis Gesicht sehen konnte, hatte er dessen Klinge zwischen den Rippen. Basti stieß die Leiche von sich weg und rannte weiter die Treppen hoch. Als er oben ankam standen auch schon Anne und Misha vorne bereit. Er drehte sich wieder um und nahm ein Duell mit 2 neuen Scalpen auf. Von hinten flog ein Speer nach vorne und durchbohrte die Brust einer der Feinde. Drei neue Gegner stürmten hoch und schlugen auf Basti ein, ein gezielter Stich von Misha zertrennte die Kehle des Scalpen links von Basti. Er ging langsam ein paar Schritte hoch, sie hatten es fast geschafft, das wusste er. Als Basti, der gerade am Rand der Treppe war, kurz davor war die Plattform zu betreten, zusammenzuckte, hörte man wenige Augenblicke später ein lauten Knall und er packte sich sofort Richtung Herzbereich. Blut floss zwischen seinen Fingern hervor und Basti fiel nach links die Treppe hinunter.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die verlorene Stadt
BeitragVerfasst: Do 27. Aug 2009, 22:32 
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Kapitel 5:

Udos Geheimnis

Als Basti die Augen öffnete, prallte die Sonne auf sein Gesicht, es war Mittag. Er lag in dem Haus auf einem aus Brettern gebasteltes Bett, was mit Blättern verweicht wurde. Basti richtete sich sofort auf und befühlte seine Brust. Als er darauf schaute, sah er ein tiefes Loch in seinem Brustkorb, doch er lebte. Er tastete leicht das Loch ab und merkte seine Rippen, sie waren merkwürdigerweise nicht gesplittert oder anderweitig beschädigt. Basti wollte gerade aufstehen, als Anni in den Raum kam. "Bleib liegen, es ist ein Wunder, dass du noch lebst", sagte sie streng. "Warum leb ich noch? Was ist passiert?", fragte Basti und sah sie an. Auch sie, so bemerkte er, war schwer mitgenommen. Eine Schnittwunde zeigte sich an ihrem Haaransatz und ihre Lippe war aufgeplatzt. "Du hattest merkwürdigerweise diese Metallplatte ihn deinen Mantel drinnen und die hat die Kugel abgebremst, sodass diese nur bis zu den Rippen kam", antworte sie und zeigte Basti die Metallplatte mit einem Loch in der Mitte. "Ich hab total vergessen, dass ich die noch habe", sagte er erschrocken und erleichtert zu gleich. Dies war die Platte, die ihm ein verstorbener Freund gab. Er sollte sie aufbewahren, weil er noch irgendetwas damit machen wollte, doch der Freund starb wenige Tage danach. Nun betraten auch Misha und Anne das Haus. "Wie geht's dir?" fragte Misha besorgt. "Ging schon besser, aber auch schlechter", antworte Basti knapp und versuchte sich ein weiteres Mal aufzurichten. Wieder drückten Anne und Misha ihn sanft ins Bett. "Heute stehst du noch nicht auf!", sagte Anni streng. Schmollend fragte Basti: "Was ist passiert als ich heruntergefallen bin?" - "Du fielst runter und Udo stürzte sich auf die restlichen Scalpen, Sibi, Anne und ich halfen ihm. Misha rannte an uns vorbei sofort zu dir...", erzählte Anni weiter. "Als ich dich fand, hast du nicht mehr geatmet, dein Mantel war voller Blut und du warst so blass und deine Augen so leer", stotterte Misha und ihre Augen wurden leicht feucht. "Wir dachten, du wärst tot... ", begann Anne und beendete aber den Satz in der Mitte. "Ach egal, ich lebe ja noch... danke, dass ihr mich gepflegt habt…", versuchte Basti sich zu bedanken, doch er hatte es noch nie zuvor gemacht und wusste nicht wie. Die anderen lächelten ihn bloß an und sagten zusammen: "Ohne dich wäre ich tot und die anderen auch", sagte Udo. "Und außerdem fang ich an dich zu mögen." Ein Grinsen huschte über Bastis Gesicht und ein Schmerz schoss ihm durch den Brustkorb, erst jetzt merkte er wie sehr die offene Wunde brannte. "Können wir das verdammte Loch nicht zunähen?", fragte Basti verbittert. Anni nickte und ging mit Anne raus, um die Sachen für eine Naht zu holen. Erst jetzt fiel Basti auf, dass neben ihm auch ein Bett stand und darin Andre lag. Dieser hatte eine große Platzwunde über seiner kompletten Stirn und bei Udo fiel ihm die Schnittwunde am rechten Oberarm auf und dass sein Kopf mehrere Beulen von der Schlägerei mit den Scalpen hatte. Doch bevor er ihn drauf ansprechen konnte kamen Anni und Anne wieder, auch Anne hatte ihre Wunden davon getragen, sie humpelte leicht. Sibi fing an die Wunde auszuwaschen und Basti sah, dass sie über dem linken Schulterplatt eine leichte Stichwunde hatte. Doch bevor er weiter die Wunden seiner Freunde betrachten konnte durchdrang der erste Nadelstich seine Haut. Als Misha herausging sah Basti, dass sie über den Rücken eine nicht also tiefe Wunde hatte. Als sie raus war knotete Anne den Faden schon zu. "So fertig, wie neu", sagte sie und betrachtete das Loch. Basti nickte ihr knapp zu und legte sich wieder hin. "Was ist mit Andre passiert?", fragte er Sibi. "Er wurde von einen Scalpen mit einer riesigen Keule erwischt, Schädelbasisbruch so wie es aussieht", sagte sie traurig und ging aus dem Haus. Die anderen folgten ihr. Basti wurde auf einmal richtig schlecht, er legte sich wieder hin und fand einen unruhigen Schlaf, er träumte wieder den Traum, der ihn schon seit 6 Jahren verfolgte: Wieder lief er einen langen dunklen Korridor entlang. An der Seite brannten blaue Lichter und man hörte Kinderschreie. Er erreichte eine Tür, wo mit Blut ein Totenschädel aufgemalt war. Mit rasendem Herz trat er die Tür auf. Er war jetzt in einen kreisrunden Raum, an den Wänden hingen Leichen: seine Freunde. Als er in die Mitte des Raumes trat fand er einen Tisch vor, der Blut verschmiert war. Jemand schubste ihn darauf. Sofort schlossen sich Eisenketten um seine Hand- und Sprunggelenke, ein komplett in schwarz gehüllte Mann beugte sich über ihn und seine roten Augen durchbohrten Basti fast. Er holte eine Zange, an deren Ende ein weißer Kristall war, der dampfte und legte ihn auf seinen unteren Hals. Basti schrie aus Leibeskräften. Der Kristall war so kalt, dass er seine Haut verbrannte.
Erschrocken fuhr Basti aus dem Schlaf und betastete das Brandmal an seinem Hals. Er stand auf und ging zur Tür heraus, denn er brauchte frische Luft. Als Basti weiter ging hörte er in den Büschen etwas rascheln, er neigte leicht den Kopf und ging auf das Gestrüpp zu. Mit der rechten Hand schob Basti den Busch leicht beiseite und sah wie sich Udo und Anne begnügten, er zog leicht seine Augenbrauen hoch und ging wieder. Doch grad als er das Haus erreichte kam Udo ihm hinterher gehechtet, während des Rennens zog er sich die Hose hoch. Basti drehte sich rum und schaute ihn an, ein Grinsen spielte sich über seine Lippen. Außer Atem sagte Udo: "Ich muss mit dir reden, komm mit!" Basti nickte und folgte ihm. Die beiden verließen das Lager und setzten sich vor das Tor. "Bitte sag niemanden, was du da grad gesehen hast", flehte ihn Udo an. "Warum?", fragte Basti neugierig. "Nun ja, weil wenn jemand mitkriegt, dass Anne und ich uns lieben, dann denken alle sie hätte jetzt eine Schwäche durch mich und das kommt nicht gut als Kapitän, wie du dir denken kannst", sprach Udo hastig. Basti lachte bellend auf. "Na gut ich halte meinen Mund", versprach er. Udo klopfte ihm auf die Schulter. "Danke, bin dir was schuldig." Doch Basti schüttelte nur mit dem Kopf und meinte: "Ach kein Problem, ist doch selbst-verständlich." Und mit diesen Worten ging Basti zurück ins Haus und schlief wieder unruhig ein.
Als Basti am nächsten Morgen erwachte, hatte er starke Kopfschmerzen und seine Wunde am Bauch klopfte noch stark, doch die anderen Wunden schienen schon gut verheilt. Als er aus dem Haus herausging begegnete er Udo, der dabei war den Zaun neu zu machen. Als Basti zu ihm ging um ihm zu helfen grinsten beide leicht und machten sich an die Arbeit. Es war wieder ein herrliches Wetter; die Sonne schien und der Himmel war wolkenlos. "Wo habt ihr eigentlich all diese Bretter her?" fragte Basti Udo nach einer Weile. "Nun ja, als wir zurück zum Schiff wollten um den Rest des Proviants zu holen, lag es in Trümmern. Irgendetwas hat es zerstört und so haben wir alle Bretter mitgenommen", sagte Udo verbittert. Basti nickte bloß und schlug die letzte Holzplatte an den Zaun. "Wir werden das mit Steinen verstärken", sagte er bestimmt und ging auf die Felsen zu. Basti tastete das Gestein ab und ging dann ein Stück zurück. "Gib mir deine Axt, Udo", verlangte er. Udo reichte ihm die Axt und Basti hackte mit aller Kraft auf eine Stelle des Gesteines, sofort brach ein großer Brocken ab. "Willst du hacken oder soll ich?", fragte er Udo. "Hack du weiter, ich bring die Steine an den Zaun", antworte er Basti und brachte den ersten Brocken weg. Nach einer Stunde hatten sie den ganzen Zaun mit Steinbrocken verstärkt, beide betrachten ihr Werk voller Stolz und grinsten sich an. "Jetzt das Haus ausbauen?" fragte Udo, doch Basti schüttelte den Kopf und sagte: "Komm mit, ich muss mit dir reden." Udo sah ihn fragend an, folgte ihm aber. Sie verließen das Lager und gingen Richtung Strand. Mit einem Mal blieb Basti prompt stehen und schaute Udo an. "Also es geht um die Sache gestern Abend." Udo stöhnte auf, sagte aber nichts. "Und zwar kann es nicht angehen, dass du eine heimliche Beziehung hast. Wenn ihr das weiter verheimlicht und das jemand aus der Crew falsch auffasst, dann könnte es eine Meuterei geben", endete Basti. Udo sah ihn an und man konnte sehen, dass er dies für verrückt hielt. "Die würden doch niemals... ich meine" - "Wenn sie herausfinden, dass ihr beide Geheimnisse habt, dann könnten sie auch denken, dass ihr den Schatz nur für euch haben wollt, also sagt es ihnen, bevor sie es herausfinden", schlug Basti vor und stand auf. Udo stand ebenfalls auf und nickte ihm zu, beide gingen wortlos in das Lager zurück. Basti sah sofort wie Udo Anne darauf ansprang und sie von denn anderen, die weiter das Haus ausbauten, weggingen. Basti setzte sich unter den Baum, wo er Raphael aufgehängt hatte und sah den anderen zu. Die Sonne ging langsam unter und der Abend brach an. Sie entzündeten ein Lagerfeuer und begannen zu essen, wobei Udo und Anne sehr angespannt aussahen. Anne erhob sich und bat um Ruhe. "Ich muss euch etwas mitteilen. Da wir eine Crew und wie eine Familie sind, will ich vor euch keine Geheimnisse haben", begann sie und Basti fand, dass sie es gut anging. "Also Udo und ich, wir sind verliebt ineinander und wenn jemand was dagegen einzuwenden hat soll er es jetzt sagen." Auch Udo stand auf und sah alle an. Keiner sagte etwas oder regte sich. "Glückwunsch", rief Misha und grinste sie an. "Hätten wir uns denken können", meinte Sibi und grinste ebenfalls. Auch die anderen schienen nichts dagegen zu haben. Basti stand auf, ging zu dem Baum und holte 4 Flaschen Rum. "Hab ich bei den Scalpen gefunden", sagte er grinsend. Er gab den anderen 3 Flaschen ab und ging mit der 4 selbst zurück zum Baum und lehnte sich langsam dagegen. Er ließ sich langsam fallen und setzte sich, immer noch mit den Rücken dagegen gelegt. Er öffnete sich seine Flasche und nahm einen großen Schluck und schaute seinen Freunden dabei zu wie sie feierten. Er selbst kam sich so fern von ihnen vor. Obwohl er nah dran war und zu ihnen gehörte fühlte er sich ausgeschlossen; er war anders als sie. Basti hatte schon die halbe Flasche leer, als Misha auf ihn zukam und ihn fragte, warum er nicht mit ihnen feiern würde. "Ich komm gleich, geh schon mal zurück zu den anderen", sagte Basti und grinste sie an. Misha zog die Augenbrauen hoch, ging aber zurück zu den anderen. Basti trank die Flasche mit einen Schluck leer und schlief ein.

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Da nahm das Schicksal seinen Lauf
Und ich biß dir die Kehle auf "
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BeitragVerfasst: Fr 4. Sep 2009, 00:06 
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Kapitel 6:

Ein tot geglaubter Freund

Als Basti am nächsten Morgen erwachte lag er noch immer unter dem Baum und die Ruhmflasche lag neben ihm. Das Lagerfeuer war runter gebrannt und Rauch stieg hoch, die anderen schliefen noch. Basti verließ das Lager und ging Richtung Meer, er wollte sich waschen. Er erreichte das Meer und zog sich bis auf die Unterhose alles aus. Als er bis zu den Knien im Wasser stand erblickte er ein Schiff, was gestrandet war. Basti ging sofort zurück an den Strand, zog sich seine Sachen an und rannte zurück zum Lager. Als er es völlig außer Atem erreichte schliefen alle seine Crewmitglieder immer noch. Basti ging auf Udo zu und rüttelte diesen wach. "Was'n los?", grunzte Udo und bekam kaum die Augen auf. "Ich glaub, ich hab das Scalpen-schiff gefunden", sagte Basti aufgeregt, doch als Udo sich wieder weg drehte um weiter zu schlafen fügte Basti im gespielten nachdenklichen Ton zu: "Hm, die Scalpen sind leidenschaftliche Rumtrinker, also mehr für mich." Udo war sofort hellwach. "RUM! Okay, ich komme mit, wo ist das Schiff?", sagte er hastig. "Pack dir erst mal deine Waffe ein. Ich hab das Gefühl, dass noch welche an Bord sind", flüsterte Basti, um die anderen nicht zu wecken und band sein eigenes Schwert um. Udo rannte schnell ins Haus und holte seine Axt. "Also, wo ist der Rum... ehm, das Schiff mein ich?", fragte er begiert. "Folg mir", sagte Basti und ging zielstrebig auf den Strand zu. Als sie etwa nach 10 Minuten den Strand erreicht hatten war das Schiff noch immer da. "Da ist es, sei aber vorsichtig. Ich weiß nicht, ob noch Scalpen drauf sind", mahnte Basti. Udo nickte ihm zu und beide gingen langsam darauf zu. Als sie es erreichten zischte Basti: "Lass mich erst mal oben nach sehen" und kletterte mit diesen Worten die Seile hinauf. Das Schiff war groß, ein 2 Master, die Segel waren schwarz und zerlöchert. Als Basti sein Kopf über die Reling streckte, sah er wie 2 Scalpen auf dem Deck hin und her liefen. Er nickte Udo zu und dieser kletterte hinter her. Basti deutete auf den Scalpen, der weiter hinten stand, und dann auf sich selbst. Udo verstand und schlich auf den anderen zu. Basti ging offen auf den zweiten Feind los und rief: "Wenn das nicht Jan ist. Nicht mal bei der Schlacht durftest du dabei sein und musst niedere Arbeit machen. Aufs Schiff aufpassen, also ich hätte mich beschwert" Der etwas dickere Mann, der keine 1.60 Meter groß war, sah ihn mit bleichem Gesicht an. "Das ist unmöglich, du bist tot. Ich hab dich damals gesehen, wie du die Klippen runtergestürzt bist", stotterte Jan und zog einen Krummsäbel aus seinem langen Mantel hervor. "Ich fühle mich noch recht lebendig, was du von dir gleich nicht mehr behaupten kannst", erwiderte Basti kalt und beäugte den Säbel in Jans Hand. "Du willst die Klinge gegen mich kreuzen? Hast du noch immer nicht gemerkt, dass du ein miserabler Schwertkämpfer bist?", zischte Basti den Scalpen an. Dieser wurde noch bleicher und wich bis zu Reling zurück. Basti ging gelassen weiter auf ihn zu und zog jetzt auch sein Schwert aus der Scheide. Der dicke Scalp rannte auf ihn zu und holte zum Schlag aus, doch bevor er zum Schlag kam fiel er tot zu Boden. Basti war einen Schritt zu Seite gewichen und hat ihm mit einem Hieb von links unten nach recht oben den Kopf abgeschlagen. Als er sich umdrehte um nach Udo zu schauen klopfte ihm jemand auf die Schulter und sein Herz sank ihm in die Hose. Basti rechnete damit, dass ihm jeden Moment der kalte Stahl durch den Leib gerammt wird, doch als er sich umdrehte sah er, wie Udo ihn an grinst. Basti atmete tief aus und sagte: "Da bist du ja und nun lass uns unter Deck gehen." Sein Freund nickte ihm zu und die beiden gingen zu der Luke, die in die innen Räume des Schiffes führten. Als Udo die Luke aufstieß kam ihnen ein beißender und stechender Geruch in die Nasen. "Getrocknetes Blut, altes getrocknetes Blut", murmelte Basti. Voller dunkeler Vorahnung gingen sie die Treppen hinunter. Udo hielt sein Ärmel vor die Nase und verzerrte das Gesicht. "Und du bist dir sicher, dass es hier Rum gibt?", fragte Udo, nachdem sie 5 Minuten lang das Unterdeck abgesucht haben. "So sicher, dass ich mein Leben darauf verwetten würde", erwiderte Basti. "Hm, bloß blöd, dass du nichts von deinen Leben hältst", sagte Udo ärgerlich. "Du bist gar nicht so dumm, aber hier gibt es Rum... Schau dort!" Er deutete auf eine Kiste die 1x1 Meter groß war. Udo stürmte auf sie zu, vergaß den Geruch und schlug mit der Axt den Deckel ein. "Tot und Teufel, da ist Rum!", schrie er. Doch Basti hatte sein Augenmerk auf etwas anderes gerichtet. Es war eine Zelle für Gefangene, an der eine Kette von der Wand runter hing, an der ein Mann baumelte. Er war etwas kleiner als Basti selbst, hatte mittellanges schwarzes Haar, was auf der rechten Seite kürzer war als auf der linken. Sein Gesicht war von seinen Haaren verdeckt, Basti schob die Tür auf und ging auf den Mann zu. Dieser hob die Hand und schob ihm die Haare aus dem Gesicht, woraufhin Basti vor Schreck einen Meter zurück sprang. Er kannte diesen Mann, sehr gut sogar: es war sein bester Freund, von dem er glaubte, dass er schon seit 4 Jahren tot wäre. Er fühlte den Puls bei seinen Freund und stellte erleichtert fest, dass er noch vorhanden war, wenn auch nur schwach. "Udo, warte hier und pass auf!", rief ihm Basti zu und rannte zu den 2 toten Scalpen hoch. Er durchsuchte sie gründlich und fand schließlich den Schlüssel. Als Basti wieder runter stürmte, sah er, wie Udo sich die Taschen mit den Rumflaschen voll steckte. Er achtete nicht weiter drauf und schloss die Fesseln seines Freundes auf, der daraufhin sofort leblos zu Boden fiel. "Udo gib mir den Rum, LOS!", rief Basti ihm zu. Udo tat wie ihm befohlen und gab ihm eine Flasche Rum. Basti öffnete den Mund des Bewusstlosen leicht und kippte ihm einen Schluck des Rums ein. Dieser fing an zu husten und zu würgen, doch Basti grinste, da dies hieß, dass er noch lebte und seine Reflexe noch alle in Ordnung waren. Basti hob seinen Freund vom Boden auf und legte ihn sich über die Schulter. "Nimm die ganze Kiste mit", sagte er zu Udo. Die beiden gingen schnell zurück zum Lager, zumindest so schnell, wie es ihr Ballast zuließ. Als sie am Lager ankamen waren die anderen schon damit beschäftigt das Haus zu Ende zu bauen. Anni sah als erstes Udo und stürmte auf ihn zu. "Was hast du dort drin?", fragte sie neugierig. "Rum", brummte Udo. Anni riss die Augen weit auf und fing an zu grinsen, als auch schon die anderen auf sie zukamen. Auch der Rest der Crew sammelte sich um Udo und begutachtete den Rum, der Weile schlich sich Basti an den anderen vorbei und ging auf das Haus zu. Er hatte keine Lust, dass unangenehme Fragen aufkamen, denn er selbst wusste nichts. Er legte seinen Freund in das Bett, wo er zuvor lag, und deckte ihn mit seinem Mantel zu. Er war sehr bleich und atmete flach. Basti legte seinen Handrücken auf die Stirn des Mannes und bemerkte, dass er Fieber hatte . Die Tür von dem Haus sprang auf und Anne und Misha standen in der Tür. "Du hast einen Fremden mit ins Lager gebracht?", fragte Anne aufgebracht und schaute feindselig Bastis Freund an. "Er ist mein bester Freund, von dem ich dachte, dass er schon 4 Jahre tot ist", erwiderte Basti und seine Augen verrenkten sich zu Schlitzen. "Wenn er gehen muss geh ich auch", fügte er hinzu. Anne sah ihn nicht minder finster an, sagte aber nichts. "Wie heißt er eigentlich?", wollte Misha wissen. "Und wo habt ihr den Rum und ihn gefunden?", hackte sie nach. "Ich wollte mich heute Morgen waschen und hab ein gestrandetes Scalpen Schiff gefunden und bin zurück um Udo zu holen. Wir beide sind auf das Schiff geklettert und haben den Rum geholt und ihn gefunden", sagte Basti leise. "Und wer sagt uns, dass er kein Scalp ist?", fragte Anne misstrauisch. "Ganz einfach, er war in der Gefängniszelle und ich hab ihn nie bei den Scalpen gesehen", flüsterte er nun bedrohlich. "Du warst einer von denen?", kreischte Anne jetzt. Der Lärm lockte den Rest der Crew an, die neugierig dem Gespräch folgten. "Ja, in der Tat, ich war selber ein Scalp. Was denkst du, woher soll ich sonst alles über sie wissen? Doch ich wollte aussteigen und als sie das erfuhren wollten sie mich töten und bis vor kurzen haben sie auch bestimmt geglaubt, dass ich tot sei", antwortete Basti. "Und wie hast du überlebt, wenn die dich töten wollten?", fragte Anni. "Nun ja, sie haben mich die Todesklippe runter geschubst, es heißt, dass wenn man dort herunterfällt nicht auf den Boden aufschlägt, sondern sofort in die Hölle fliegt. Ich konnte mich an Wurzeln festhalten und bin später hochgeklettert." Alle sahen ihn an, doch keiner sprach ein Wort, bis sich Sibi zu Wort meldete. "Und wie heißt er nun?" - "Kilian ist mein Name, meine Freunde nennen mich Kili", sagte der Fremde und richtete sich im Bett auf. Alle waren erschrocken, dass er bei Bewusstsein war. Basti drehte sich so schnell rum, dass er sich den Hals verrenkte. Er fasste sich an den Hals und massierte ihn leicht, da dieser schmerzte. Kili setzte sich auf den Bettrand, nahm sich die Rumflasche und trank ein großen Schluck. "Ich hab alles mit bekommen, was ihr gesagt habt. Keine Sorge, ihr seit mich so bald wie möglich los", sagte er schließlich und nahm ein weiteren kräftigen Schluck. "Und wo nach deiner Gedenken willst du hin?" erwiderte Basti sarkastisch. "Ich werde euch nicht zur Last fallen, akzeptiere das", antworte Kili. Basti schaute seinen Freund ungläubig an und mit jedem Wort, was er jetzt sprach, wurde er lauter: "Glaubst du allen Ernstes, dass ich dich jetzt gehen lasse? Ich dachte 4 Jahre lang, dass ich meinen letzten Freund verloren habe! BIST DU EIGENTLICH VÖLLIG VON SINNEN?!", schrie er. Kili schaute ihn ungläubig an, schrie aber nicht minder leiser als Basti. "UND WAS SOLL ICH SAGEN? ICH SAH DICH VOR 2 JAHREN DIESE VERDAMMTEN KLIPPEN RUNTERFLIEGN... ." Doch Basti unterbrach ihn: "UND WARUM ZUR HÖLLE HAST DU DICH NICHT ZU ERKENNEN GEGEBEN, DAMIT ICH WENIGSTEN WUSSTE, DASS DU NOCH LEBST??" Beiden schossen vor Wut aufeinander und vor Wiedersehensfreude Tränen in die Augen. Noch bevor die anderen wussten was geschah hatten die beiden sich in den Armen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die verlorene Stadt
BeitragVerfasst: Mo 7. Sep 2009, 01:00 
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Kapitel 7:

Ungleicher Kampf

2 Männer zogen durch den Wald, auf der Suche nach essen für ihre Crew. Der eine 1.75 groß, mit schwarzen Haaren die ihm bis untern den Brustkorb reichten. Der andere 1.67 groß, eben falls schwarze Haare die auf der rechten Seite bis unter die Augen ging und auf der linken genau über den Augen aufhörte. Die Beiden Männer haben sich erst vor 4 Tagen wieder getroffen, davor waren sie fest davon überzeugt das der anderen tot sei. 5 Meter hintern den zwei Freunden liefen 3 Frauen, auch sie sammelten Nahrung. Ein plötzlichen beben ließ die 5 Gefährten aufschrecken, gefolgt von einen Brüllen das von keiner normalen Kreatur kommen konnte. Sie zogen ihre Waffen, Basti mit seinen Totenkopf Schwert, Kili mit einen langen Krummsäbel. Anne zog eine Pistole, Sibi eine Axt und Anni ein Speer. "Was zur Hölle ist das?" zischte Kili den Anderen zu. "Tot und Teufel soll mich holen, das Monstrum muss größer sein als ..." fluchte Basti und wie als hätte er es herraufbeschworen, bogen sich die Bäume zu ihrer rechten auseinander. Als erstes erschien ein unförmiger Kopf der aussah wie ein Felsklotz der Moos bewachsen war. Der 3 Meter Körper folgte darauf, der Ungetüm brüllte wieder und ein fauliger Gestank von Verwesung biss ihnen in der Nase. "..Troll" brauchte Basti seinen Satz zu ende. Die Arme des Trolls schleiften auf den Boden, er grunzte leicht und schlug schon mit den Arm auf seine Opfer ein. Anni, Sibi und Anne sprangen mit einen schnellen Satz nach hinten, Kili wich nach links aus, nur Basti reagierte nicht schnell genug. Nur durch übermenschliches Glück traf die Faust ihn nicht und schlug 2 Meter neben ihn ein. Der Aufschlag schleuderte Basti durch die Luft, unter lauten krachen stürzte er wieder zu Boden. Schon stürmte Kili heran und schlug mit den Säbel auf den Arm des Trolls, dieser nahm die kleine Schnittwunde kaum zu Kenntnis und schlug mit der freien Hand nach Kili. Der Arm erwischte ihn heftig an der linken Schulte und schleuderte ihn gegen einen Baum. Als Kili gegen den Baum prallte verlor er das Bewusstsein. Bast stand auf und sah grad noch wie sein Freund wegflog, entzürnt packte er sein Schwert und rannte auf den Troll zu. Dieser war auf die 3 Mädchen fixiert und achtete nicht auf Basti. Anne zielte auf das Herz des Untiers, doch die Kugel drang nicht einmal durch die Knochen. Anni nutzen den Moment der Ablenkung und warf ihr Speer, dieser traf sein Ziel genau ins schwarze. Der Troll brüllte vor schmerzen auf und wollte nach sein rechtes Auge fassen, doch dort hing das Speer von Anni drin. Basti nutze die auch seine Gelegenheit und rannte auf den Troll zu, das Schwert in beiden Händen die Klinge zeigte nach unten. Er sprang einen Meter vor dem Troll ab und streckte Arme und Beine nach hinten, als er kurz vor dem Troll war hieb er mit dem Schwert tief in das Fleisch des Trolls. Basti hielt den Griff seines Schwertes fest und baumelte 2 Meter über den Boden, er griff mit einer Hand nach oben und kletterte den Rücken hinauf. Der Troll schlug wild um sich und die langen Arme verfehlte Basti nur um Haaresbreite. Er riss sein Schwert aus den Rücken und stellte sich breitbeinig auf die Schultern des Ungetümes, mit einen weiten stich der Waffe rammte er die Klinge zur hälfte in das Fleisch. Der Troll schüttelte sich so heftig das Basti das Gleichgewicht verlor und vom runterfiel. Als er aufschlug wurde ihm schwarz vor Augen er kämpfte gegen die Ohnmacht an und versuchte die Sternchen zu verjagen die er sah. Als er die Augen wieder öffnete sah er verschwommen wie der Troll um sich schlug und den Knauf den Schwertes traf was sich darauf hin noch tiefer in die Schulter bohrte. Kili raffte sich auf und rannte frontal auf den Troll zu. Er rannte zwischen den Beinen hindurch und riss dabei sein Säbel nach oben, rote und weiße Flüssigkeit spritze hinter Kili zu Boden. Der Troll brüllte das ihnen fast das Trommelfell riss. Basti sah wie sich sein bester Freund über ihn beugte, er sagte irgendwas aber er verstand es nicht. Nun rannte auch Sibi los, sie duckte sich unter den Schlag des Trolls weg und schlug wie ein Berserker auf das rechte Bein des Trolls drauf ein. Ihr Gesicht färbte sich rot und auch ihre Kleidung war jetzt rot, Basti erkannte was sie machen wollte und rannte zu ihr. Als er 2 Meter vor dem Troll was sah er, das sie schon den Knochen erreicht hatte, er nahm ihr die Axt aus der Hand. Basti brüllte "Troll fällt!" und schlug mit aller kraft gegen den Knochen, es gab ein widerliches Geräusch und der Troll kippte nach vorne. Der Knochen war durch. Der Troll landete direkt mit dem Gesicht auf den Boden, der Speer bohrte sich weiter und kam aus seinen Hinterkopf wieder heraus. Basti ging auf den Troll entlang, als er dessen Nacken erreichte, bäumte sich dieser noch einmal auf. Doch bevor er sich auch nur mehr als einen Meter von Boden erhoben hat, schlug Basti mit aller kraft gegen dessen Hals und zog dann sein Schwert heraus. Er bearbeite ihn und schlug immer abwechselt erst auf die linke und dann auf die rechte Seite des Halses. Erst als der Kopf sich völlig vom Rumpf trennte hörte er auf und rief "Wir haben einen Troll geköpft das soll uns mal einer nachmachen!" Die Anderen brachen in Jubel aus und Basti ließ sich erleichtert sinken und murmelte zu Anni: "Ich dachte diese Viecher gibst nur aus Legenden?" Sie nickte und erwiderte "Das dacht ich auch bis grad eben, ich will nicht wissen was sie noch für uns hier bereit halten." Basti nickte zustimmend und gönnte sich einen Atempause. Als er mit gleichgültigen blick auf das tote Wesen schaut spürte er etwas, es fühlte sich wie ein kribbeln im Bauch. Werd ich zenitmental? Fühle ich Glück, Stolz oder Zufriedenheit? Nein das kann nicht sein, das und noch viele weitere Gedanken schossen Basti durch den Kopf. Ein Schrei riss ihn aus seinen Gedanken, "Was zur Hölle...?" begann Kili, als wieder jemand schrie. Maulend lief Basti in die Richtung der Schreie, als er durch die Bäume trat sah er Udo. Er Kämpfte. Ein Frau mit schwarzen Haaren die bis über die Brust reichte, schlug wild auf Udo ein. Dieser blockte verzweifelt alle angriffe ab, doch schon im nächsten Augenblick bohrte die Klinge sich in seinen Oberarm. Basti schlich sich von hinten an und betrachte seinen Gegner genauer. Sie hatte eine schlanke Figur und braune Augen und sie beweckte sich im Kampf elegant, was darauf hin wies das sie einige Erfahrung hatte. Doch ihm fiel auch auf das ihre Beinarbeit zu wünschen übrig ließ. Udos Verteidigung fing an zu bröckeln und als der kalte Stahl beinahe sein Hals durch trennte griff Basti ein. Mit einer schneller Bewegung nach vorne griff er ihr ans Handgelenk des Schwertarmes, seinen rechten Unterarm drückte er ihr gegen den Hals und drückte sie zu Boden. Sie verlor das Gleichgewicht und stürzte als sie auf den Boden aufschlug bohrte er seine Hacke in ihre Schulter. Die Frau versuchte sich verzweifelt zu wären doch Basti knickte ihr Handgelenk ein und drückte es runter, schreiend vor schmerzen ließ sie die Waffe fallen. "Ich werd dich jetzt los lassen wenn du versuchst mich zu töten, zu fliehen oder was auch immer werd ich dich töten verstanden?" bellte Basti sie an worauf sie nickte. Udo sah noch immer verwirrt drein auch er hat Basti nicht kommen sehen. Die Fremde setzte sich hin und umklammerte ihr Handgelenk, dann sprang sie nach vorne und versetze Basti eine kräftigen Faust hieb. Überrascht taumelte er nach hinten fing sich aber wieder schnell. Schon stürmte sie mit erhoben Schwert auf hin zu, Basti wich ihr aus und zog ebenfalls sein Schwert. Sofort hieb er nach ihr aus, einzelne Haare flogen auf den Boden und die Frau riss die Augen vor entsetzen auf. "Austeilen aber nicht einstecken können, das sind mir die richtigen" höhnte Basti und setzte zu einen weiter schlag an der ihre Beine galt. Sie fasste sich schnell und wehrte sein angriff ab. Nun holte sie aus und verfehlte Basti nur knapp, sie gingen ein paar schritte auseinander und musterten sich gegenseitig. Dann stürmten sie wieder aufeinander los, die Klingen kreuzten sich und ein lautes klirren ließ den Wald erzittern. Sie verhaarten einen Moment so und stießen sich ab, wieder waren sich 4 schritte von einander entfernt. Nun legte auch Basti seine zweite Hand an den Schwertgriff, sein ziel war es ihr die Waffe aus der Hand zu schlagen. Er setze sein rechten Fuß vor und sprang ab, seine Schwert traf mit voller Kraft die unter hälfte der Klinge, ihr Schwert flog im weiten Bogen weg. Sofort setzte Basti nach, mit der Breitseite des Schwertes schlug er ihr hart auf den Brustkorb. Die Fremde fing an zu taumeln, schnell schritt er nach vorne und trat ihr die Beine weg. Sie fiel zu Boden und ihr blick vernebelte sich, sie rang mit dem Bewusstsein. Basti beugte sich zu ihr, packte ihr an den Kragen und zog sie auf die Beine. Mit großer wucht schleuderte er sie gegen den nächsten Baum und hielt sie fest. "Wer zur Hölle bist du? Wo kommst du her? Und was willst du von uns?" maulte Basti sie an. Sie spuckte neben ihn zu Boden, der Speichel war rot gefärbt. "So viele fragen auf einmal das schaff ich nicht" sagte sie sarkastisch, "Du weißt anscheinend nicht das du den falschen ans Bein gepisst hast, oder?" sagte er und verlieh seinen Worten Nachdruck in dem er ihr das Schwert an den Bauch hielt. "Ich werde dich beim lebendigen Leib häuten und dich dann ausweiten, dann fresse ich vor deinen Augen deine Eingeweide. Und das alles nur wenn ich gnädig mit dir bin." fügte er hinzu und drückte die Klinge gegen ihren Bauch. Sie schaute ihn kurz an und sah das er es ernst meinte, "Na gut ich beantworte dir deine Fragen wenn ich mich setzten darf," forderte sie. Er ging ein Schritt zurück, doch das war dumm von ihn. Ein höllischer Schmerz durch zog sein Unterleib, die Luft wurde eng. Diese Schlam*e hat mir tatsächlich in die Eier getreten, dachte Basti und rang dabei nach Luft. Doch als er sich aufrichten wollte sah er sie neben sich liegen, bewusstlos. Misha stand neben ihm, ihr rechte Hand war noch immer zu Faust geballt. Er schloss wieder die Augen die Schmerzen saßen noch tief in seinen Liedern als er sich später erhob, noch immer lag die Fremde auf den Boden und war bewusstlos. "Was machen wir mit ihr?" fragte Udo, auch Misha schaute ihn fragend an. "Sie is ne verdammt gute Schwertkämpferin, wir sollten sie mitnehmen und sie versuchen zu überreden das sie zu uns kommt." erwiderte Basti gepresst. Er richtete sich auf während Udo und Misha, die Fremde fesselten. Basti hob sein Schwert auf und steckte es wieder weg, immer noch unter großen Schmerzen gingen sie zurück zum Lager. Als sie ankamen waren nur Sibi und Andre da, "Wo sind die anderen?" erkundigte sich Udo. "Anne und Anni sind bei den Troll geblieben sie wollten noch irgendetwas machen, ah da kommen sie doch!" sagte Sibi und deutete auf die beiden Frauen die das Lager erreichten. Anne trug den Trollkopf und Anni einen langen Stamm aus dem sie einen rießen Speer geschnitzt hatten. "Wer ist das denn?" fragte Anne und deute auf die bewusstlose Gestalt auf Udos Schultern. "Sie hat Udo angegriffen und wir haben sie dann gefangen genommen" erwiderte Basti "und sie ist eine sehr gute Schwertkämpferin." Anne schaute sie an und nickte bloß, Udo machte sich daran die Fremde an den Baum zu binden an den Basti meistens schlief. "Basti kann ich dich sprechen?" rief Anni, dieser nickte nur knapp und folgte ihr. Als sie allein auf der Plattform waren, "Ich glaube es sind noch mehr Scalpen hier auf der Insel" sagte sie frei heraus. Basti schwieg, schei*e noch mehr von diesen Affengesichtern, fluchte er in seinen Gedanken. "Wer sagt uns, dass sie nicht auch eine Scalp ist?" fragte Anni. "Ganz einfach der Kampfstiel, sie hatte keine Beinarbeit und sie trug nur schlichte Kleidung Scalpen tragen ausschließlich schwarz und extravaganter", erklärte er. Anni runzelte ihre Stirn nachdenklich, ging dann aber ohne ein weiteres Wort. Als Basti später wieder runter ging zu den anderen sah er wie der über große Speer stand und darauf der Trollkopf thronte. Ein grinsen huschte Basti übers Gesicht wieder merkte er das es anstrengend war. Er ging zu dem Haus und holte sich zwei Rumflaschen heraus und ging dann zur Gefangenen. Er beugt sich vor ihr und öffnete ihren Mund und kippte einen kleinen Schluck rum hinein. Sie schluckte es runter und wachte sofort auf, hustend fing sie an zu krächzen "Was hast du mir da eingeflößt?" Basti hielt die Flasche vor ihr Gesicht und sagte "Mittel gegen Kopfschmerzen, zumindest für den Moment." Die Fremde starrte ihn an und fragte dann etwas ruhiger aber immer noch mit bebender stimme "Was wollt ihr von mir?" Basti grinste sie hämisch. "Ich glaub du bist nicht in der Position fragen zu stellen. Aber ich stelle dir diese Frage, warum hast du uns angegriffen?" gab er in leicht bedrohlichen ton zurück. Sie schwieg eine weile und antwortete dann, "Ich dachte er wäre einer von diesen Menschen die hier noch rumlaufen, in so schwarzen Sachen, wie du sie an hast" fügte sie erschrocken hinzu und versucht von Basti weg zuweichen und spuckte auf den Boden. Die Fremde fing an zu schreien "DU HAST MICH VERGIFTET!" ohne viel Federlesen steckte er ihr seine Handkante in den Mund. Sie biss fest drauf und Basti merkte wie Blut seinen Handrücken herunter lief, doch flüsterte im gleichmütigen ton "Ich will dich nicht umbringen sonst hätte ich es schon längst getan, im Schwertkampf vorhin. Und wir sind auch keine Scalpen, aber es ist interessant zu wissen, dass es noch welche gibt. Ich dachte tatsächlich wir hätten alle getötet, war dumm von mir hätte ich mir denken können. Na gut wie heißt du eigentlich?" wollte er wissen und zog den Handrücken wieder aus ihren Mund, das Blut strömte nur so heraus, sie hatte tief gebissen. "Man nennt mich Emi." sagte sie und schaute ungerührt auf seine Hand. " Na gut Emi, ich will nicht um heißen Brei reden. Weder du kommst mit uns und lebst und vertraust uns oder wir schlagen dich Ohnmächtig und setzten dich irgendwo in der Wildnis aus bei den Scalpen. Wir würden dir einen gewissen Schutz bieten, wir sind so zusagen eine Familie willst du dazu gehören oder unsere Feind sein?" sagte Basti und merkte das der Rest der Crew hinter ihm stand und zugehört hatte. Er warf einen unsicheren Blick zu Anne doch diese nickte bloß. Emi schaute sie alle an und nickte schließlich "Okay, aber ich brauch meine zeit, um damit zurecht zukommen." sagte sie, die anderen fingen an zu lächeln, nur Basti seiner Miene konnte man nicht entnehmen was er dachte. Er schnitt sie los und drückte ihr einen Rumflasche in die Hand, jetzt huschte ein flüchtiges grinsen über sein Gesicht. Basti nahm sich den Rum und ging auf die Aussichtplattform, er drehte die Metallplatte die ihm sein Leben gerettet hat. Was er nicht wusste war das sie es noch einmal tun würde.

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"Und als wir dann im Bette lagen
Da nahm das Schicksal seinen Lauf
Und ich biß dir die Kehle auf "
"Leichenlager! Willkommen in der Ewigkeit"


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